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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

09.05.2005

Wirkstoffsuche auf dem Chip


Die Firma "Caliper Life Sciences" unterstützt das Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie: Analyse-System bewältigt bis zu 30.000 Proben am Tag

Das Unternehmen Caliper Life Sciences GmbH aus Rüsselsheim unterstützt das Screening-Labor des Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin-Buch (FMP) mit einem vollautomatisierten Screening-System. Die einzigartige Caliper-Technologie soll beispielsweise im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes helfen, neue Arzneimittel gegen Tuberkulose zu finden. Bei der Suche nach Wirkstoffen gegen den Erreger dieser Erkrankung, Mycobakterium tuberculosis, gilt es Tausende von Substanzen zu prüfen. Dieses Durchforsten ganzer Substanzbibliotheken nennen Wirkstoffforscher Screening.

Die Kooperation mit Caliper Life Sciences ermöglicht es den Wissenschaftlern des FMP, effektiv nach neuen Wirkstoffen zu fahnden. Das Institut hatte sein Screening-Labor 2004 etabliert, um das Feld Chemische Biologie weiter zu stärken. Wissenschaftler nutzen die vorhandene Technologie, um mit hohem Durchsatz gezielt Substanzen zu identifizieren, die an Eiweiße binden und die deren Funktion beeinflussen. Die gefundenen Substanzen dienen zum einen als Werkzeuge für die Forschung, zum anderen sind sie potenzielle Vorläufer von diagnostischen oder therapeutischen Wirkstoffen.

Das Herzstück des Mikrofluidik-Systems HTS250 sind handtellergroße Quarz-Chips. Ein einziger dieser Chips bewältigt bis zu 30.000 Proben am Tag und benötigt dabei jeweils nur wenige Nanogramm der Substanz. Ein Nanogramm ist ein Milliardstel Gramm. Ein besonderer Vorteil des Systems ist die parallele Detektion von Ausgangsstoffen und Reaktionsprodukten. Dies gewährleistet eine einzigartige Datenqualität.

Mit seinem Screening-Labor ist das FMP maßgeblich am Aufbau eines nationalen Netzwerks für Chemische Biologie (ChemBioNet) beteiligt, durch das akademische Gruppen Zugang zu Substanzbibliotheken und Screening-Technologien erhalten sollen. Hierbei übernimmt das Institut die Organisation der zentralen Substanzbibliothek und die Versorgung der anderen Screening-Zentren mit Tochterbibliotheken. Als Partner konnten das Max-Delbrück-Centrum in Berlin und die Gesellschaft für Biologische Forschung in Braunschweig gewonnen werden.

Quelle: idw/Forschungsverbund Berlin




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