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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

12.03.2004

EU-Förderung für internationales Proteomics-Forschungsprojekt


Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie koordinieren ein internationalen Konsortium, das sich im bislang größten EU-Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Proteomforschung, dem INTERACTION PROTEOME-Projekt, zusammengeschlossen hat. Im 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramm wird das Konsortium über fünf Jahre mit insgesamt 12 Millionen Euro gefördert. Das "Integrierte Projekt" vereint renommierte Wissenschaftler aus elf führenden europäischen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie aus Industrieunternehmen, darunter die größten europäischen Hersteller von Massenspektrometern und Elektronenmikroskopen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, neue Technologien für die Proteomforschung entwickeln. Das Projekt wurde bei einem Treffen zwischen dem Konsortium von "INTERACTION PROTEOME" und Vertretern der Europäischen Kommission Ende Januar in Rom offiziell eröffnet.

Ziel des Forschungskonsortiums ist es, aus verschiedenen standardisierten Routine-Techniken eine neue technologische Plattform zu schaffen, mit der man Protein-Interaktions-Netzwerke untersuchen kann, eine Herausforderung, die insbesondere den Bedürfnissen der biomedizinischen Forschung entspricht. Dazu sollen Methoden entwickelt werden, um Protein-gesteuerte Prozesse in lebenden Zellen schnell analysieren und modellieren und damit die technischen und methodischen Voraussetzungen für die Untersuchung des Verlaufs von Krankheiten sowie möglicher Therapien schaffen zu können. Der Schwerpunkt des Projekts liegt zunächst auf der Entwicklung schneller, hochsensitiver Geräte sowie neuer Methoden für die Proteinanalytik. Wissenschaftler der Universität Odense, Dänemark, des Flanders Interuniversity Institute for Biotechnology, Ghent, Niederlande, sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie, Martinsried, werden dazu gemeinsam mit den industriellen Partnern ThermoElectron GmbH, Bremen, FEI Electron Optics B.V., Eindhoven, Holland, und Jerini AG, Berlin, die dazu notwendige Technologieentwicklung vorantreiben.

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft




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