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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

17.02.2004

Zukünftig weniger Weichmacher in Reifen


Krebserregende Weichmacheröle, die bei der Reifenproduktion zum Einsatz kommen, sollen künftig nur noch eingeschränkt verwendet werden. Im Interesse der öffentlichen Gesundheit schlägt die Europäische Kommission vor, unbedenkliche Höchstwerte für solche Substanzen festzusetzen. Ab dem 1. Januar 2009 soll der Gehalt von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf zehn ppm begrenzt werden.

Da sich die Begrenzung des PAK-Gehalts bei der Reifenproduktion auf die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller auswirkt, sieht die Kommission einen langen Übergangszeitraum vor. So werde der Industrie die Gelegenheit gegeben, alternative Weichmacheröle zu testen, sagte Erkki Liikanen, der für Unternehmen zuständige EU-Kommissar.

Die Öl- und Reifenindustrie hat sich bereits einverstanden erklärt, bei der Produktion auf die Verwendung von Weichmachern mit einem hohen PAK-Anteil zu verzichten. Die meisten Hersteller arbeiten schon jetzt mit neuen Ölen.

Der Vorschlag wird nun dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat zur Debatte vorgelegt. Außerdem wird die Kommission ausgiebig prüfen, ob die Reifen, die mit PAK-armen Weichmacherölen hergestellt werden, den Anforderungen europäischer Standards entsprechen.

Quelle: EU Kommission




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