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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

17.02.2004

neofonie und DFN-Verein launchen Wissenschafts-Portal "Science-To-Science"


Das von neofonie realisierte und gemeinsam mit dem Deutschem Forschungsnetz betriebene Portal nimmt heute den Pilot-Betrieb auf und integriert drei Peer-To-Peer basierte eScience-Anwendungen für das verteilte, kooperative wissenschaftliche Arbeiten in Kommunikationsnetzen.

Grundlage des Portals sind Entwicklungen der Berliner neofonie GmbH in den Bereichen P2P-basiertes Dokumenten-Management sowie P2P-basiertes Workflow-Management, die im Rahmen der Projekte DFN S2S bzw. des Wachstumskerns vom DFN-Verein und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wurden.

Aufbauend auf diesen Entwicklungen hat die neofonie GmbH die drei Anwendungen "S2S-Suche", "S2S-News" und "S2S-Interaktiv" realisiert und im Portal "Science-To-Science" integriert. Mit der Realisierung und dem Betrieb des Portals leisten der DFN-Verein und die neofonie GmbH einen Beitrag zur Aufbereitung und Verbreitung wissenschaftlicher Informationen und somit zur Verbesserung der Infrastruktur des Forschungsstandorts Deutschland.

Die im Portal "Science-To-Science" demonstrierten innovativen Technologien bieten große Anwendungspotentiale auch außerhalb des wissenschaftlichen Bereichs. Organisationen und Unternehmen, die hohe Ansprüche hinsichtlich Abteilungs- und Standort-übergreifendem Wissens-Management haben, bietet die neofonie GmbH zusammen mit dem Hosting- und Integrations-Partner T-Systems an, als Pilot-Anwender kostengünstig von derartigen Lösungen zu profitieren.

Die Anwendung S2S-Suche basiert auf der kooperativen und verteilten Bereitstellung von wissenschaftlichen Dokumenten. Wissenschaftliche Einrichtungen können auf dem S2S Portal die Software "S2S Provider Peer" downloaden und diesen auf Arbeitsplatz- oder Arbeitsgruppen-Rechnern installieren. Die S2S Provider Peers schließen sich automatisch zu einem Peer-To-Peer Netz zusammen, identifizieren neue und geänderte wissenschaftliche Dokumente in von den Einrichtungen dafür freigegebenen Bereichen im Intranet, erstellen lokale Suchindexe und beantworten Suchanfragen sowie Anfragen zum Download der Dokumente, die über das S2S Portal abgesetzt werden können. Die Anwendung basiert auf einem Peer-To-Peer basierten System zur verteilten Volltextindexierung und Suche.

Die Anwendung S2S-News bündelt wissenschaftliche Nachrichten aus einer Vielzahl von Quellen und erlaubt dem Nutzer des S2S Portals das Blättern in aktuellen Nachrichten sowie die Quellen-übergreifende Suche in einem Nachrichten-Archiv. Eine Benachrichtigungs-Funktion signalisiert Anwendern auf zuvor abonnierten Themenkanälen neu eingegangene Nachrichten per Email. Als Nachrichten-Quellen fungieren von Agenturen per XML bereitgestellte News, sogenannte "RSS-Feeds" sowie aus HTML-Seiten öffentlicher Websites extrahierte Nachrichten. Zum Lesen der einzelnen Nachrichten verweist S2S News auf die Original-Quellen. Das System basiert auf einem Software-Roboter und einem System zur Point&Click basierten Generierung von Profilen zur Extraktion von Inhalten aus semi-strukturierten Dokumenten.

Die Anwendung S2S-Interaktiv erlaubt die kollaborative und interaktive Beantwortung von wissenschaftlichen Fragen sowie die Recherche in einem im Rahmen dieses Prozesses automatisch gebildeten Archiv bereits gestellter und beantworteter Fragen. Wissenschaftler können auf dem S2S Portal die Software "S2S Interaktiv Peer" downloaden und auf ihrem Arbeitsplatzrechner installieren. Fragen werden dann automatisch an für das Themengebiet ausgewiesene Wissenschaftler geleitet und diesen im S2S Interaktiv Peer signalisiert. Das Stellen von Fragen sowie die Recherche im Archiv erfolgt über das S2S Portal. Grundlage der Anwendung ist ein Peer-To-Peer basiertes Workflow-Management-System welches die Realisierung der Anwendung ohne explizite Programmierung des Ablaufs ermöglichte. Vielmehr wurde dieser in Form eines "Workflows" spezifiziert - das System generiert daraus die notwendigen Kommunikationsbeziehungen und benötigten Programmcode.

Als Grundlage der Peer-To-Peer Systeme von neofonie kommt das Framework "JXTA" zum Einsatz, das von Sun Microsystems initiiert und unter anderem von IBM eingesetzt wird.

Quelle: neofonie GmbH


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