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22.12.2004

Hightech-Mikroskop erlaubt neue Einblicke in lebende Zellen


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt eine Arbeitsgruppe um Professor Dr. Dietmar J. Manstein, Abteilung Biophysikalische Chemie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), mit einer Million Euro - dafür erhält das Team ein 4Pi-Laser-Scanning-Mikroskop. Dieses Höchstleistungs-Lichtmikroskop ermöglicht den Blick auf die Bausteine des Lebens in Zellen und Gewebe. "Wir können so Krankheitsursachen auf molekularer Ebene sehr viel besser erforschen", sagt Professor Manstein.

Ziel der Arbeiten ist es, diejenigen Mechanismen und Prozesse in Zellen aufzuspüren, die zu Erkrankungen führen. Die Arbeitsgruppe von Professor Manstein wird mit dem Hightech-Mikroskop die dynamische Wechselwirkung von Motorproteinen und Zellskelett-Proteinen untersuchen. Sind diese Wechselwirkungen gestört, können Krankheiten entstehen - wie der fortschreitende Untergang von Nervenzellen und Nervenzell-Kontakten bei der Alzheimer-Krankheit, wie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems oder bei Krebs. Weitere Projekte befassen sich mit Fragen der Immunabwehr, der Untersuchung von Transportprozessen in Darmzellen und der Entstehung der Zuckerkrankheit.
"Molekulare Medizin und Zellbiologie setzen bei der Erforschung der Struktur und Organisation des Lebendigen schon lange auf Lichtmikroskopie", sagt Professor Manstein. "Diese Technik kann Strukturen in Zellen sichtbar machen - bis hin zur beugungsbegrenzten Auflösung von einigen hundert Nanometern. Gerade komplexe biologische Makromoleküle und Zellorganellen mit typischen Abmessungen von etwa zehn bis einigen hundert Nanometern lassen sich mit herkömmlichen Mikroskopsystemen nicht auflösen - sie sind jedoch von größter Bedeutung für die biomedizinische Forschung."

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover




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