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22.11.2004

Gesundheitsschädlicher Feinstaub in der Luft: Problem im Winter


Feine Staubpartikel, die kleiner sind als ein Hundertstel Millimeter - international als PM10 bezeichnet - können die Gesundheit schädigen. Vor allem in den Wintermonaten gibt es in Deutschland an einzelnen Tagen immer wieder flächendeckend zuviel Feinstaub in der Luft - so genannte Episoden. Dann wird der gesundheitlich bedenkliche Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft (µg/m3) an vielen Messstationen erheblich überschritten. In den anderen Jahreszeiten treten hohe Feinstaub-Werte lediglich vereinzelt auf. Allerdings: Der ab 2005 per Gesetz auch einzuhaltende Jahresgrenzwert von 40 µg/m3 wird nur an Messpunkten mit hohem Verkehrsaufkommen überschritten. Dies dokumentiert der Bericht "Episodenhafte PM10-Belastung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2003". Ausgewertet wurden die Daten der über 400 Messstationen in Deutschland.

Mit der 22. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (BImschG) wurde die Richtlinie 1999/30/EG der Europäischen Union über Grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide, Partikel und Blei in der Luft in deutsches Recht übernommen. Danach gilt ab dem 1. Januar 2005:

  • die PM10-Konzentration darf im Tagesmittel nur an 35 Tagen im Jahr den Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3) überschreiten,
  • im Jahresmittel darf die PM10-Konzentration den Wert von 40 µg/m3 nicht überschreiten.

Der Bericht analysiert die PM10-Belastung in Deutschland im Zeitraum 2000 bis 2003. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Episoden hoher PM10-Belastung - deren Dauer, Ausprägung und Ursachen. Die längste und am stärksten ausgeprägte Episode seit dem Jahr 2000 wurde vom 10. Februar bis zum 7. März 2003 beobachtet. An diesem Beispiel wird im Bericht untersucht, welchen Anteil der Feinstaub-Ferntransport - beispielsweise Sahara-Staub - an der Belastung hat. Wie der Feinstaub eingedämmt werden kann, ist nicht Thema der Dokumentation.

—> T├Ąglich aktualisierte Tagesmittelwerte der PM10-Konzentration

Quelle: Umweltbundesamt




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