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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

18.10.2004

Wieder weniger Arbeitsunfälle in der chemischen Industrie


Arbeiten in der chemischen Industrie wird immer sicherer: Mit 7.462 meldepflichtigen Arbeitsunfällen im ersten Halbjahr 2004 ist erneut ein Tiefstand erreicht. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2003 sind dies nochmals gut zwölf Prozent oder tausend Unfälle weniger. Die chemi-sche Industrie ist damit der Industriezweig mit den niedrigsten Unfallzah-len in Deutschland.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", erklärte Dr. Erwin Radek, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie), dazu. "Diese positive Entwicklung ist ganz wesentlich auch auf die gemeinsamen Anstrengungen von Berufsgenossenschaft und Industrie bei der Einführung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zurück zu führen".

Chemietypische Arbeitsunfälle wie Vergiftungen und Verätzungen spielen als Unfallursache nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Unfallschwerpunkt liegt seit Jahren bei Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen. Hier gilt besonders, dass kleine Ursachen große Wirkungen haben: Ein Fehltritt kann teuer zu stehen kommen.

"Mitunter kommt es zu schweren Verletzungen mit einem langwierigen Heilungsprozess. Neben den Beeinträchtigungen für die Betroffenen selbst entstehen auch für die Berufsgenossenschaften nicht unerhebliche Kosten für die Heilbehandlung oder sogar durch Rentenansprüche", so Dr. Radek.

2004 haben die Berufsgenossenschaften dem Thema eine eigene Präventi-onskampagne gewidmet. Die bundesweite "AKTION: SICHERER AUF-TRITT"- WIR GEHN MIT! steht unter der Schirmherrschaft von Reinhold Messner. Sie hat in den Betrieben viel Beachtung gefunden und zeigt bereits erste Ergebnisse. "Oft sind die Ursachen schnell beseitigt, wenn sie nur erst als Gefahrenquelle erkannt sind", weiß Dr. Radek.

Quelle: Berufsgenossenschaft Chemie




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