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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

08.10.2004

Zertifizierung antibakterieller Berufskleidung


Immer mehr Hersteller von Berufskleidung ergänzen ihre Kollektionen um antibakterielle Textilien. Sie sprechen damit vor allem Kunden aus hygienesensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen und der Lebensmittelbranche an.

Dass die Kleidung von Ärzten und Pflegekräften, ebenso wie die von Mitarbeitern in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben, bei der Übertragung gefährlicher Krankheitserreger eine entscheidende Rolle spielen kann, ist unbestritten. Antibakterielle Ausrüstungen sind deshalb bei der Vermarktung hochwertiger Berufskleidung ein schlagkräftiges Verkaufsargument. Das gilt besonders dann, wenn die Wirksamkeit belegt ist, d. h. anhand praxisnaher Untersuchungen von neutraler Stelle zweifelsfrei bewiesen wurde. Andererseits wirft der Begriff "antibakteriell" insbesondere beim Träger zwangsläufig Fragen nach der Hautverträglichkeit solcherart ausgerüsteter Textilien auf.

Auch handfeste rechtliche Gründe, u. a. der § 30 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes, zwingen zum Ausschluss gesundheitlicher Risiken innovativer Textilien. Demnach dürfen Nutzer textiler Produkte die Sicherheit in der Anwendung erwarten, so dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann. Verlangt der Arbeitgeber das Tragen definierter Berufskleidung oder stellt diese sogar zur Verfügung, muss er im Rahmen der Sorgfaltspflicht gegenüber seinem Arbeitnehmer die Unbedenklichkeit sicherstellen.

Aus diesem Grund werden an den Hohensteiner Instituten validierte Testmethoden entwickelt und angeboten, um die biologische Sicherheit und Wirksamkeit von antimikrobiell ausgerüsteten Textilien wissenschaftlich objektiv zu bewerten. Kernfrage dieser Tests ist die Risikoabschätzung, d. h. ob und wie eine Beurteilung der biologischen Effekte derartiger Textilausrüstungen am Menschen getroffen werden kann, welchen Nutzen die Materialien dem Träger bieten und ob dieser Nutzen ohne zusätzliche Risiken für den Träger erreicht wird.

Quelle: Hohenstein Institute




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