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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

06.09.2004

Gefährlicher Chemiecocktail belastet das Abwasser


Industriechemikalien, Flammschutzmittel, Pestizide, Arzneimittelrückstände und Hormone - auch in Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen findet sich ein wahrer Chemiecocktail. Obwohl die Kläranlagen in NRW zu den modernsten Europas gehören würden, könnten diese Stoffe nicht aus dem Wasser gefiltert werden. Dies ergab einer Studie mit dem Titel "Untersuchung zum Eintrag und zur Elimination von gefährlichen Stoffen in kommunalen Kläranlagen", für die die Universität Dortmund im Auftrag des Umweltministeriums erstmals mehr als 70 Einzelstoffe auf ihr Abbauverhalten untersuchte. Die Frage, ob das Wasser am Ende wirklich sauber ist, beantwortet Prof. Dr. Hans Fahlenkamp vom Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen mit einem klaren "Nein!"

Eine graubraune, trübe, stinkende Brühe drängelt zum Großklärwerk in Köln Stammheim. Papierfetzen und Zweige sind noch das Harmloseste, was diese Kloake mit sich führt. Sie ist voll von den Hinterlassenschaften unserer Zivilisationsgesellschaft. Die Kläranlage wird ganze Arbeit mit etlichen Pumpen, einigen Menschen und Milliarden Mikroorganismen leisten.

Quelle: Universität Dortmund


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