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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

13.08.2004

Chancen für die BioAnalytik durch biogene Magnet-Nanopartikel


"Magnotosomen-basierte Nukleinsäureseparation bedeutet einen Quantensprung in Punkto Nukleinsäurequalität bei Hochdurchsatzverfahren", so der Technische Direktor der Bremer Molzym GmbH, Prof. M. Lorenz. Auf dem Weg zur Entwicklung solcher Verfahren erhält ein neu gegründetes Konsortium nun eine F&E-Förderung im Rahmen der Inititive "Nanotechnologie" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Für das Entwicklungsprojekt zur Anwendung von bakteriell erzeugten magnetischen Nanopartikeln haben sich die Chimera Biotec GmbH, Dortmund, die Molzym GmbH & Co. KG, Bremen, das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie, Bremen sowie die Universität Dortmund zu einem Konsortium zusammengeschlossen.

Die Ziele dieses Projektes liegen in der Herstellung halbsynthetischer biogener Magnet-Nanopartikel und deren Anwendungen in analytischen und präparativen Methoden. Durch die Kombination biotechnischer und chemischer Verfahren werden bakterielle Magnetosomen-Konjugate entwickelt, um sie für kommerzielle Anwendungen im Bereich der Mikroarray-Technologie sowie in der Magnet-Separation einzusetzen. Damit dient das Projekt nicht nur dem Erkenntnisgewinn über grundlegende Aspekte der nachhaltigen biotechnischen Produktion und den Materialeigenschaften biomolekular funktionalisierter Nanopartikel, sondern schwerpunktmäßig der Entwicklung neuartiger innovativer Produkte für die Bioanalytik, wie zum Beispiel Reagenzien die bei diagnostischen Verfahren für den Nachweis von Krankheiten zum Einsatz kommen.

"Wir sehen in der Magneto-Nanobiotechlogie sehr vielversprechende Möglichkeiten für Separation und Analytik", so Dr. Dirk Schüler vom MPI Bremen. Zur Realisierung der Projektziele hat sich ein interdisziplinärer Verbund von Forschungspartnern zusammengefunden. Dieser besteht aus der am Max-Planck-Institut Bremen angesiedelten Arbeitsgruppe "Magnetotaktische Bakterien", die über das Schlüssel-Know-how zur bakteriellen Herstellung der Magnet-Nanopartikel verfügt, dem Lehrstuhl für "Biologisch-Chemische Mikrostrukturtechnik" der Universität Dortmund, der hierzu entsprechendes Know-How auf dem Gebiet der chemischen Synthese funktionaler Biokonjugate und deren Selbstorganisation einbringen wird sowie der Chimera Biotec GmbH, die zwei ihrer Plattformtechnologien, die DNA-vermittelte Immobilisierung sowie die ultrasensitive Immuno-PCR-Analytik mit Magnetosomen enthaltenen Kit-Produkten erweitern und diese auch wirtschaftlich vermarkten möchte. Zudem wird die Firma Molzym GmbH & Co. KG die Nanopartikelmagnet-Separation in die Produktentwicklung hocheffizienter Nukleinsäurereinigungsverfahren einbringen, damit schwer zu diagnostizierende Krankheiten künftig besser erkannt werden können.

Quelle: Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPI-MM)




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