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05.07.2004

Neues BIA-Prüfverfahren für Emissionen aus Bürogeräten


Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz - BIA hat die Stichprobenergebnisse eines neuen Prüfverfahrens zur Ermittlung von Emissionen aus Computermonitoren und anderen Arbeitsmitteln der Informationstechnik veröffentlicht.

Um Emissionsquellen in Innenräumen, insbesondere an Büroarbeitsplätzen, zu begrenzen und die Belastung der dort Arbeitenden so gering wie möglich zu halten, plant die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) die Vergabe eines Prüfzeichens, das sichere Bürogeräte kennzeichnet. Zu diesem Zweck hat das BIA gemeinsam mit dem Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) seit Anfang 2003 Bewertungskriterien für Emissionen leicht flüchtiger und schwer flüchtiger Verbindungen aus Monitoren und Personalcomputern erarbeitet und ein entsprechendes Prüfverfahren entwickelt.

Am Ende der Verfahrensentwicklung stand die probeweise Untersuchung eines kleinen Kollektivs verschiedener Bürogeräte (vier Monitore und ein Personalcomputer). Die so erhaltenen Stichprobenergebnisse sind jedoch nicht repräsentativ; sie müssen in den kommenden Monaten durch Routinemessungen an einer möglichst großen Zahl vergleichbarer Geräte zunächst erhärtet werden, bevor grundsätzliche Aussagen zum Emissionsverhalten der auf dem Markt erhältlichen Produkte möglich sind.

Insgesamt wurden über 40 Einzelstoffe bestimmt, die jedoch nicht bei allen Geräten auftraten. Zwei der vier untersuchten Monitore überschritten den von BIA und WKI vorgeschlagenen Prüfgrenzwert für Phenol, das in Verdacht steht, erbgutverändernd zu sein; diesen Wert hatten die Institute in Vorversuchen vom Stand der Technik abgeleitet. Für leicht flüchtige Verbindungen, wie z. B. Toluol, Styrol, Phenol und die Summe der flüchtigen organischen Verbindungen, stellten die Forscher fest, dass mit der Nutzungszeit die Ausgasungen stark abnehmen.

Das Prüfverfahren und die vom BIA vorgeschlagenen Richtwerte sollen nun möglichst rasch mit allen Beteiligten endgültig abgestimmt werden, damit Routineprüfungen nichts mehr im Wege steht. Hersteller haben damit die Möglichkeit, das Emissionsverhalten ihrer Geräte freiwillig prüfen zu lassen und erfolgreich geprüfte Produkte mit einem BG-PRÜFZERT-Zeichen zu versehen. Gleichzeitig werden BIA und VBG die Prüfergebnisse offen legen und Anwendern damit ein weiteres Hilfsmittel zur Auswahl emissionsarmer Monitore und PCs zur Verfügung stellen.

Quelle: Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz




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