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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.06.2004

Photonik-Industrie mit Zuwächsen in 2003


Mit einem Wert von rund 4 Mrd. Euro stieg der Gesamtumsatz der deutschen Industrie zur Herstellung Optischer Technologien (Photonik) im Jahr 2003 um 1,2 Prozent. Eine Verbandsumfrage zur wirtschaftlichen Lage ergab zudem mehrheitlich positive Prognosen für das laufende Jahr 2004. Wie SPECTARIS-Hauptgeschäftsführer Sven Behrens anlässlich der heute beginnenden Branchenmesse Optatec (22.-25. Juni) erklärte, erwarteten 66 Prozent der befragten Unternehmen eine Umsatzsteigerung. Dabei gingen 73 Prozent der Firmen von einem steigenden Auslandsumsatz aus, aber nur 37 Prozent von Zuwächsen im Inland. Erfreulich sei, dass jede zweite Firma Neueinstellungen plane und nur 7 Prozent der Befragten von einem Personalabbau ausgingen. Besonders wichtig zur Absicherung des Branchenwachstums sei allerdings eine Stärkung der Forschungsförderung.

Zuwächse wurden im vergangenen Jahr sowohl im Inland als auch im Ausland erwirtschaftet. Der Inlandsumsatz stieg um 1,4 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz konnte um 1,1 Prozent zulegen und lag bei 2,6 Mrd. Euro. Die Exportquote betrug damit beachtliche 65,1 Prozent. Obwohl man dieses Jahresergebnis angesichts der weltweit schwachen Konjunkturlage im vergangenen Jahr als positiv bezeichnen kann, machte sich auch bei den Optischen Technologien die schwache Nachfrage auf den Auslandsmärkten bemerkbar. Insbesondere klare Exporteinbrüche bei den wichtigsten Zielländern USA (-3,7 Prozent), Japan (-24,0 Prozent), Italien (-27,5 Prozent) und Frankreich (-7,5 Prozent) waren ein Grund dafür, dass die zum Teil hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre nicht erreicht werden konnten. Auf diese Länder entfielen fast 36 Prozent des Gesamtexports von Lasertechnik und Zubehör.

Die Zahl der Beschäftigten in den 349 (Jahr 2002: 352) Betrieben lag mit 39.940 Mitarbeitern etwas unter dem Vorjahresniveau (-0,7 Prozent). Ungeachtet dieses leichten Rückgangs wuchs die Anzahl der Beschäftigten in den letzten Jahren um durchschnittlich 15 Prozent pro Jahr, was eine Verdoppelung seit 1996 bedeutet. Den Beschäftigungseffekt entsprechend der Hebelwirkung der Branche kann man erahnen, wenn man weiß, dass bereits heute ca. 15 Prozent der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe durch Optische Technologien beeinflusst werden. Ein weiterer Spitzenwert der Branche ist die F&E-Quote, d.h. der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz, mit rund 10 Prozent im Jahr 2003. Das Verarbeitende Gewerbe kommt hier lediglich auf rund 5 Prozent.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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