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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

19.05.2004

Neuer historischer Tiefstand bei Arbeitsunfällen in der chemischen Industrie


Die Zahl der schweren Unfälle, die mit einer Rente zu entschädigen waren, ist im Jahr 2003 auf 480 Fälle gesunken (Abnahme von 3,0 Prozent). Die BG Chemie führt das gute Abschneiden auf die Wirksamkeit und die hohe Qualität der Präventionsmaßnahmen in dieser Branche zurück.

Einen Schwerpunkt bildeten erneut die sogenannten Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. In dieser Kategorie sind Unfälle zusammengefasst, die sich beim Gehen, Laufen, Steigen usw. durch Umknicken, Stolpern, Ausrutschen o.Ä. ereignen. Im Jahr 2003 liegt der Anteil der Arbeitsunfälle der Mitgliedsbetriebe der BG Chemie aus dieser Kategorie bei rund 20 Prozent. Die Unfallfolgen sind zum Teil erheblich. Immerhin rund 28 Prozent der Neurenten (135 Fälle) beziehen sich auf diesen Unfalltyp.

Die Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle stellen BG-übergreifend die häufigste Unfallursache überhaupt dar. Die Berufsgenossenschaften starteten deshalb im ersten Quartal 2003 branchenübergreifend die Kampagne "AKTION: SICHERER AUFTRITT!" , die gezielt auf die Stolper-, Rutsch- und Sturzrisiken aufmerksam macht. Die "AKTION: SICHERER AUFTRITT! - WIR GEHN MIT!" der BG Chemie wurde von vielen Mitgliedsbetrieben aufgegriffen und in eigene Aktionen umgesetzt.

Die chemietypischen unter den anzuzeigenden Arbeitsunfällen spielen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle: 69 Vergiftungen (0,4 Prozent) und 265 Verätzungen (1,7 Prozent). Bei den neuen Rentenfällen fielen fünf Unfälle mit Verätzung (1 Prozent) und ein Vergiftungsfall (0,2 Prozent) an.

Die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle im Jahr 2003 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 18 auf 10 verringert.

Quelle: Berufsgenossenschaft Chemie




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