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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

04.05.2004

Fluoreszenzsensoren überwachen Lebensmittelverarbeitung


Das Fluoreszenzverhalten der verschiedenen Gewebarten macht sich ein neues optisches Überwachungssystem für die Fleischverarbeitung zu nutze. Sensoren überwachen dabei, dass die Fleischqualität permanent auf höchstem Niveau bleibt. Das Überwachungssystem, das vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickelt wurde, erfasst Produktparameter im laufenden Betrieb berührungslos und in Echtzeit.

Licht einer bestimmten Wellenlänge regt Zellstoffwechselprodukte im Gewebe an zu fluoreszieren. Dabei heben sich Fettgewebe, Muskeln, Knochen und Knochenmark deutlich voneinander ab. Bei den branchentypischen hohen Durchlaufzahlen können nur kleine Fehler in der Fertigung gravierende Folgen haben. Diese reichen von der Vernichtung großer Mengen Ausschuss bis zu aufwändigen Rückrufaktionen. Analysen in Labors außerhalb der Fertigungslinie geben immer erst im nachhinein Aufschluss über die Qualität der untersuchten Stichproben. "Angestrebt wird dagegen eine laufende und hundertprozentige Kontrolle", erklärt Stefan Wößner vom IPA. Dies funktioniere jedoch nur mit Sensoren in der Fertigungslinie, die eine kontinuierliche Analyse des gesamten Produktstroms ermöglichen.

Optische Sensoren erfüllen die höchsten hygienischen Anforderungen, arbeiten zuverlässig, schnell und kostengünstig. Zusätzlich erfassen sie in Echtzeit die Produktparameter im laufenden Betrieb. Bei Abweichungen lassen sich sofort Gegenmaßnahmen einleiten, was die Produktqualität verbessert und Verluste reduziert. Bei der internationalen Fachmesse für die Fleischwirtschaft IFFA, die vom 15. bis 20. Mai in Frankfurt stattfindet, präsentiert das IPA ein solches Verfahren, das in der Lage ist, zwischen Muskelgewebe, Fettgewebe und Knochen zu differenzieren. Damit können etwa Zerlegeprozesse online gesteuert werden, um die Ausbeute zu steigern oder in der Qualitätskontrolle Produkte auf Knochensplitter oder andere Fremdkörper zu überpüfen.

Quelle: pte.at


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