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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

27.04.2004

vascoda.de: Wissenschaftliche Information per Mausclick


Wer schnell wissenschaftliche Informationen auf seinem häuslichen Bildschirm benötigt, kann seit August 2003 auch bei vascoda.de fündig werden: Unter dieser Internet-Adresse haben deutsche Bibliotheken, Forschungsinstitute und Informationseinrichtungen ein fächerübergreifendes Internetportal eingerichtet. Seit dem Start vor acht Monaten beteiligen sich inzwischen weit über 40 Einrichtungen am Aufbau und an der Weiterentwicklung. Sie alle verbindet die Vision, gemeinsam den Grundstein für eine Digitale Bibliothek Deutschland zu legen: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Internetportal vascoda will allen Menschen, die an wissenschaftlicher Information interessiert sind, Zugang zu Publikationen, Dokumenten und Daten unterschiedlicher Fachrichtungen und Formate bieten.

Ihrem Ziel, einen single point of entry für alle Wissenschaftler zu schaffen, sind die vascoda-Initiatoren jetzt wieder ein Stück näher gekommen: Zum 19. April ist das Portal in seinem zweiten Release mit erweiterten Funktionalitäten und Inhalten online gegangen. Ab sofort wird den Nutzern neben der schon bekannten Google-Like-Suche eine erweiterte Suche angeboten, die unter anderem auch die Auswahlmöglichkeit nach Medientypen bietet.

Auch der Button, der auf die "Elektronische Zeitschriftenbibliothek" (EZB) verlinkt, ist jetzt mit weitergehenden Funktionen ausgestattet. So wird direkt auf den gewünschten Volltext verlinkt - wenn dieses möglich ist, das heißt, wenn die jeweilige Bibliothek oder Uni-Einrichtung über eine entsprechende Lizenz verfügt oder wenn der Text im Internet frei verfügbar ist: Zeigt die Ampel grün, können Nutzer von überall auf die gewünschte Zeitschrift zugreifen, gelb zeigt an, dass es eine lokale Lizenz gibt und rot besagt, dass kein kostenfreier Zugriff auf den Volltext möglich ist.

Überdies sind die vier farbig gestalteten Buttons für die Fachzugänge um eine Fächerliste ergänzt worden: So können sich die Nutzer entscheiden, ob sie in den jeweiligen Fachzugängen suchen oder in der Fächerliste einzelne Fächer anwählen möchten.

Derzeit können mit vascoda bereits 22 einzelne Fächer -von der Anglistik bis zur Wirtschaftswissenschaft- durchsucht werden. Dabei liefern die an vascoda angeschlossenen Datenbanken ausschließlich "geprüfte" Informationen: Fachbibliothekare und Fachwissenschaftler der Anbieter, die sich unter dem vascoda-Dach zusammengeschlossen haben, prüfen, welche Texte verfügbar gemacht werden, so wird gewährleistet, dass die Informationen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Das macht dann auch den wesentlichen Unterschied zu bekannten Suchmaschinen aus: Die Suchmaske des Wissenschaftsportals ist zwar ähnlich einfach zu handhaben wie die Internet-Suchmaschine Google - vascoda verirrt sich aber nicht im World Wide Web.

In Zukunft soll das ganze Fächerspektrum abgedeckt werden. So ist etwa zum Sommer dieses Jahres eine Erweiterung um das Fach Rechtswissenschaften geplant. Überdies ist vorgesehen, auch die klassischen Elemente der traditionellen Informationsversorgung, wie beispielsweise Bibliothekskataloge und Zeitschriftenverzeichnisse komfortabel einzubinden.

Momentan könne die vascoda-Suche zwar noch nicht auf eine so genannte kritische Masse an Inhalten zurückgreifen: "Hier wird jedoch unter Hochdruck an technischen Lösungen für die Anbindung der bei den vascoda-Partnern bereits vorhandenen Inhalte gearbeitet", sagt Christine Burblies von der vascoda-Geschäftsstelle in Hannover. Geprüft werden solle überdies, unter welchen Bedingungen kommerzielle Anbieter wie etwa Verlage und Datenbankanbieter als Partner für vascoda gewonnen werden könnten, so dass für alle Beteiligten "eine win-win-Situation" entstehe. Inzwischen hätten sich für die verschiedenen Themenbereiche Arbeitsgruppen gebildet, um gemeinsam Konzepte und Lösungen zu erarbeiten: "Um die Nachhaltigkeit von vascoda zu gewährleisten, werden wir ein geeignetes Geschäftsmodell entwickeln, das die Ansprüche der heterogenen Partner widerspiegelt und die Bedürfnisse möglichst aller berücksichtigt", so Burblies.

—> www.vascoda.de

Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)




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