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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.11.2003

Schnellprüfmethode zur Ermittlung der Säurebeständigkeit beschleunigt den Prüfprozeß für Fahrzeugserienlacke


Neue Lacke können künftig erheblich schneller auf den Markt kommen. BASF Corporation und Q-Panel Lab Products haben gemeinsam eine Schnellprüfmethode zur Ermittlung der Säurebeständigkeit entwickelt. Diese Methode ermöglicht eine deutliche Beschleunigung und gleichzeitig mehr Prüfzyklen bei den für Entwicklungsarbeiten notwendigen Bewitterungstests. Dr. Ulrich Schernau, Leiter der Analytik der BASF Coatings, stellte dieses Verfahren jetzt beim "1. European Weathering Symposium" in Prag vor.

Die neue Prüfmethode (BASF Accelerated Acid Test) simuliert die sogenannte Jacksonville-Bewitterung. Diese spezielle Variante der Freibewitterung kann nur einmal jährlich von Mitte Mai bis Ende August in Jacksonville, Florida durchgeführt werden und gibt Auskunft über die Beständigkeit von Lacken bei sauren Umweltbedingungen. Für die Durchführung der neuen Schnellprüfmethode im Labor verfügt BASF Coatings AG in Münster-Hiltrup über ein modifiziertes Gerät der Firma Q-Panel Lab Products, mit dem erste Tests an Klarlacken bereits gestartet wurden.

Die Belastung durch sauren Regen und sauren Tau stellt in Kombination mit der nachfolgenden Bestrahlung mit Sonnenlicht eine echte Bewährungsprobe für automobile Beschichtungen dar. Der bei natürlicher Bewitterung vorhandene "Cocktail" aus Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure und Ammoniak ist ein aggressiver Feind für Autolackierungen. Durch "Säureätzung" werden Lackschäden verursacht, die zwar wie eingetrocknete Wassertropfen aussehen, sich aber auch durch Waschen und Polieren nicht entfernen lassen. Die neue Schnellprüfmethode unterstützt wirksam die Entwicklung neuer Lacksysteme mit verbesserter Säurebeständigkeit. Im modifizierten Q-Sun® Xenon Testgerät werden die Tafeln in aufeinander folgenden Schritten mit Säuren, unterschiedlichen Temperaturen, erhöhter Luftfeuchtigkeit und der gefilterten Strahlung eines Xenon-Brenners belastet. Diese Belastung führt bei Testzeiten von 420 Stunden zu einer vergleichbaren Schädigung wie beim 14-wöchigen Jacksonville-Test. Anstelle eines einmaligen jährlichen Tests können jetzt, als Resultat, pro Jahr circa 20 Bewitterungstests für Entwicklungsarbeiten durchgeführt werden.

Quelle: BASF SE




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