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25.11.2003

Emissionen von Flammschutzmitteln mindern


Flammschutzmittel werden immer wieder in teilweise hohen Konzentrationen in Hausstäuben nachgewiesen. Die Quellen der Emissionen sind bisher wenig erforscht. Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersuchte die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung bei Bauprodukten und Konsumgütern das Emissionsverhalten der Flammschutzmittel. Mit den aktuell veröffentlichten Ergebnissen liegen erstmals umfangreiche Daten vor, die es gestatten, insbesondere für phosphororganische Verbindungen die Bandbreite der emittierten Mengen schätzen zu können.

Zur Stoffgruppe der Flammschutzmittel zählen verschiedene chemische Verbindungen. Sie sollen die Entzündbarkeit brennbarer Materialien mindern. Die Kehrseite: Einige Flammschutzmittel sind toxikologisch und ökotoxikologisch bedenklich und können gefährlich für Umwelt und Gesundheit sein.

Im Forschungsprojekt wurden die Produktgruppen Montageschaum, Dämmstoffe aus Kunststoffschäumen, Polstermöbel und Matratzen sowie Computer untersucht. Besondere Beachtung fanden dabei polybromierte Flammschutzmittel, halogenierte und halogenfreie Phosphorsäureester und Chlorparaffine.

Die Untersuchung der einzelnen Produkte erfolgte in unterschiedlich großen Prüfkammern unter Standardbedingungen. Mögliche Flammschutzmittel-Emissionen wurden zur Simulation der Betriebsbedingungen im Betriebszustand oder bei erhöhter Temperatur gemessen.

Mit den eingesetzten Verfahren lässt sich die Emission phosphororganischer Verbindungen qualitativ und quantitativ gut nachweisen. So wurden zum Beispiel für einen B2- Polyurethan - Montageschaum (Flammschutz: Tris(2chlorisopropyl)-phosphat (TCPP)) Ausgleichskonzentrationen in der Prüfkammer von 3 mg m-3 TCPP gefunden; für andere Montageschäume mit glatter oder gesägter Oberfläche lagen die Konzentrationen zwischen 10 und 15 mg m-3 TCPP. Für die bromierten Flammschutzmittel ist nach den bisherigen Ergebnissen eine gute Anwendbarkeit der Untersuchungsmethode für Verbindungen mit bis zu sechs Brom-Atomen gegeben. Mit dann zunehmender Schwerflüchtigkeit wird die Bestimmung der Emissionen schwieriger. Für eine umfassende Darstellung des Emissionsverhaltens der Flammschutzmittel und darauf aufbauender Expositionsbewertungen reichen die Ergebnisse noch nicht aus. Gleichwohl gibt die Studie viele Hinweise, wo weiterführende Untersuchungen notwendig sind.

Quelle: Umweltbundesamt




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