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24.11.2003

Henning Hopf neuer GDCh-Präsident


Der Braunschweiger Chemiker Professor Dr. Henning Hopf ist ab 1. Januar 2004 neuer Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Der 63-jährige Universitätschemiker, geschäftsführender Leiter des Instituts für Organische Chemie der TU Braunschweig, löst damit den turnusgemäß aus dem Amt scheidenden Industriechemiker Professor Dr. Fred Robert Heiker ab, der für ein weiteres Jahr stellvertretender GDCh-Präsident ist. Henning Hopf gehört mit zahlreichen Ehrungen zu den renommiertesten Chemikern in Deutschland.

1940 in Wildeshausen bei Oldenburg geboren, nahm Hopf 1960 das Studium der Chemie als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität Göttingen auf. 1963 wechselte er mit einem Fulbright-Stipendium an die Universität von Wisconsin, wo er promovierte. Er kehrte nach Deutschland zurück und habilitierte sich 1972 an der Universität Karlsruhe. Hochungesättigte Kohlenwasserstoffe mit ausgedehnten pi-Systemen sind seither Schwerpunkte seines wissenschaftlichen Werks. 1975 erhielt Hopf einen Ruf an die Universität Würzburg, 1978 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig, den er bis heute innehat.

Immer stand die Grundlagenforschung im Mittelpunkt seines wissenschaftlichen Interesses. Vielbeachtete neue Synthesen gingen aus seinem Arbeitskreis hervor, so die Synthesen ungewöhnlich substituierter Cyclophane, Makrocyclen, Acetylene und Allene. Es gelangen ihm aber auch detaillierte Einblicke in die Funktion der biologisch wichtigen Retinoide. Mehrere Patente zeigen darüber hinaus die Anwendungsbezogenheit seiner Forschung bis hin zu ökologischen Themen und Beiträgen zur Lehrbuchliteratur.

Hopf ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften und Akademien, u.a. der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Königlich-Norwegischen Akademie der Wissenschaften. Er war (Haupt-)herausgeber angesehener Fachzeitschriften, als Literaturbeauftragter des GDCh-Vorstands maßgeblich an der Etablierung europäischer Chemiejournale beteiligt und ist Inhaber wichtiger wissenschaftlicher Auszeichnungen. So erhielt er 1994 den Max-Planck-Forschungspreis, 1996 die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze, 1999 den Gay-Lussac/Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis des französischen Wissenschaftsministeriums und 2001 den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)




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