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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

18.11.2003

Neustrukturierung des ISAS Dortmund/Berlin


Für einen Neuanfang in der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts für Spektrochemie und Angewandte Spektroskopie (ISAS), Dortmund und Berlin, auf der Grundlage eines Neustrukturierungskonzepts hat sich der Wissenschaftsrat ausgesprochen. Er geht davon aus, dass das vom designierten Direktor vorgelegte Konzept einen tragfähigen Rahmen für die wissenschaftliche und organisatorische Neustrukturierung des Instituts bildet. Insbesondere die neue biowissenschaftliche Ausrichtung des Instituts bewertet er als originell, hochaktuell und deshalb in jeder Hinsicht förderungswürdig.

Zu den bisherigen Kernkompetenzen des ISAS zählt die Entwicklung und Erprobung von Geräteprototypen im Bereich der instrumentellen Analytik, die als Grundlage der Chemie unverzichtbar ist. Weltweit stehen heute Weiterentwicklungen zur Erfassung biologischer und medizinischer Prozesse im Zentrum des Forschungsinteresses. Das neu ausgerichtete ISAS plant unter anderem, die in einer Zelle ablaufenden biologischen Prozesse durch Miniaturisierung ("lab on the chip") in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Diese Entwicklung hat gute Aussichten, internationale Beachtung zu finden.

Das Institut war im Jahr 2001 nach der Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Rahmen seiner Begutachtung aller Institute der so genannten Blauen Liste (Einrichtungen, die von Bund und Ländern gemeinsam gefördert werden) zunächst aufgrund unzureichender wissenschaftlicher Leistungen nicht zur Weiterförderung empfohlen worden. Dadurch hätte es mindestens die Hälfte seiner Haushaltsmittel - die Bundesfinanzierung - verloren. In der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) kam man mit Blick auf das Hauptarbeitsgebiet des ISAS, die in Deutschland eher vernachlässigte Analytische Chemie, zu dem Schluss, dass das Institut gebraucht werde und es deshalb die Möglichkeit einer Neustrukturierung erhalten solle. Das Neustrukturierungskonzept wurde, wie schon zuvor in vergleichbaren Fällen, im Rahmen des BLK-Verfahrens dem Wissenschaftsrat zur Prüfung übergeben.

Quelle: idw/Wissenschaftsrat




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