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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

17.11.2003

Noch keine Belebung des Chemiegeschäfts im 3. Quartal 2003


Auch wenn die leichte Erholung der Weltwirtschaft in den letzten Monaten fast spurlos an den Auftragsbüchern der deutschen Chemieindustrie vorbeigegangen ist, blicken die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft. Die Branche hofft, dass sich Europa der wirtschaftlichen Belebung in den Vereinigten Staaten, in Mittel- und Osteuropa sowie vor allem in Asien nicht lange wird entziehen können. Zunächst dürften die exportstarken Industriebranchen von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren. In den zurückliegenden Monaten stiegen bereits in vielen Industriebranchen die Bestellungen aus dem Ausland. Im kommenden Jahr dürfte dann auch die europäische Binnenkonjunktur allmählich anspringen. Im Vergleich zu früheren Konjunkturzyklen wird die Nachfrage nach Chemieprodukten aber wegen des starken Euros und der geringen Konsumneigung weniger stark ansteigen.

Verglichen mit den vorangegangenen Monaten stieg die deutsche Chemieproduktion im dritten Quartal 2003 zwar leicht an. Sie konnte aber das Produktionsniveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes nicht übertreffen. Die Kapazitätsauslastung der Branche sank von Juli bis September um 2,3 Prozentpunkte auf 80,1 Prozent. Die Stagnation der Chemiekonjunktur hielt weiter an. Die seit langem erhoffte Erholung blieb auch im dritten Quartal 2003 aus.

Angesichts einer nur zögerlichen Erholung der Wirtschaft in Europa, eines sich verändernden Bestellverhaltens der Abnehmer und voller Lagerbestände bei vielen Weiterverarbeitern kam es in den zurückliegenden Monaten noch nicht zu einer Belebung des Chemiegeschäftes. Der Gesamtumsatz der deutschen Chemieunternehmen betrug im dritten Quartal 33,3 Milliarden Euro - rund 2 Prozent weniger als in den vorangegangenen drei Monaten. Der Nachfragerückgang war im In- und Ausland gleichermaßen spürbar. Neben dem Sommerloch war vor allem der Erzeugerpreisverfall bei chemischen Grundstoffen für den Umsatzrückgang verantwortlich.

Trotz fehlender Dynamik des Chemiegeschäftes blieben die Belegschaftszahlen der deutschen Chemieindustrie stabil. Die Branche beschäftigte im dritten Quartal 2003 rund 465.600 Mitarbeiter.

Quelle: Verband der Chemischen Industrie (VCI)




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