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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.10.2003

Sauberer ankommen mit den Messverfahren der Zukunft


Ford entwickelt im Rahmen seiner Umweltforschungsprogramme neuartige, hochsensible Messverfahren zur Untersuchung von Partikeln und von anderen Fahrzeugemissionen. Ziel der Untersuchung ist es, insbesondere den Einfluss von ultrafeinen Partikeln auf die Umwelt zu ermitteln. Die Resultate dieser Arbeit fließen wiederum unmittelbar in die Entwicklung neuer Antriebskonzepte ein.

Dabei steht für die Ford Wissenschaftler die Analyse von Abgasemissionen unter realen Atmosphärenbedingungen im Vordergrund. Zu diesem Zweck folgt ein mobiles Messlabor unter genau definierten Bedingungen in geringem Abstand einem Dieselfahrzeug und entnimmt Luftproben direkt aus dessen Fahrtwindschleppe. Das neuartige Messverfahren wurde kürzlich im Rahmen eines Forschungsprojekts der Europäischen Kommission zur Bewertung künftiger Abgasmessmethoden eingesetzt.

Bei dem vom Ford Forschungszentrum Aachen entwickelten mobilen Messlabor handelt es sich um einen Ford Transit, der mit modernster Messtechnik zur Bestimmung von Partikeln und Spurengasen, wie zum Beispiel NOx, ausgestattet ist. Ein Partikelmassenspektrometer ermöglicht nicht nur die Zählung von Partikeln, sondern auch die Bestimmung ihrer chemischen Zusammensetzung.

Im Hinblick auf künftige Abgasgesetzgebung wird untersucht, ob die im Emissionslabor durchgeführten Untersuchungen das reale Verhalten der Partikel korrekt widerspiegeln. Häufig, so die gemachte Erfahrung, ergeben sich Differenzen dadurch, dass die Abgasproben im Labor in einen Verdünnungstunnel geleitet werden, wo gefilterte Luft dem Abgas beigemischt wird. Solche künstlich abgemischten Abgasproben können signifikant andere Verhalten zeigen als solche, die direkt hinter dem fahrenden Auto aufgenommen werden.

Erste Ergebnisse der realen Messverfahren zeigen eine sehr gute Übereinstimmung für kohlenstoffhaltige Partikel mit den Ergebnissen aus Laborversuchen. Großer Forschungsbedarf besteht jedoch hinsichtlich einer Partikeltröpfchenbildung, die unter atmosphärischen Bedingungen auftreten, im Labor aber bisher noch unzureichend reproduzierbar waren. Die Auswirkungen dieser Partikeltröpfchen auf die Anzahl und deren Lebensdauer in der Atmosphäre sind noch unklar.

Ford testet neue Technologien - wie zum Beispiel auch den Dieselpartikelfilter - unter realen Bedingungen, um sicherzustellen, dass keine unerwünschten Umwelteffekte auftreten. Gerade die Messungen in der Abgasfahne versetzen die Wissenschaftler in die Lage, störungsfrei die Größe und Anzahl von Partikeln zu messen. "Diese Ergebnisse sind essentiell, um Licht in die Diskussion um die Partikelanzahl und deren Minderung durch neue Antriebstechnologien zu bringen", sagt Rainer Vogt, Leiter der Ford Umweltforschung.

Ford entwickelt neue, hochempfindliche Messverfahren, die über die derzeit geltenden Gesetzesbestimmungen hinausgehen, um nicht nur messtechnisch für künftige Grenzwerte gerüstet zu sein, sondern bereits heute eventuellweitere Spurenkomponenten erfassen und minimieren zu können.

Quelle: Ford Werke AG


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