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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

18.06.2003

Photonik-Branche 2002 mit respektablem Ergebnis


Im Jahr 2002 stieg der Gesamtumsatz der deutschen Firmen im Bereich Optische Technologien um 0,7 Prozent von 3,93 Milliarden Euro (2001) auf 3,96 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnen die Hersteller laut einer aktuellen Branchenumfrage mit einem Umsatzwachstum von knapp 2 Prozent. Angesichts der konjunkturellen Gesamtlage ein respektables Ergebnis und zugleich ein Beleg für die Zukunftsfähigkeit der Photonik-Branche, wie SPECTARIS-Hauptgeschäftsführer Sven Behrens anlässlich der Branchenmesse Laser (23.-26. Juni 2003 in München) bekannt gab.

In der Bundesrepublik Deutschland waren nach aktuellen Erhebungen im Jahr 2002 über 40.200 Beschäftigte in 352 Betrieben direkt im Bereich Laser / Optische Technologien tätig. Hinzu kommen rund 280 Kleinbetriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern. Die Beschäftigtenzahl wuchs im letzten Jahr um durchschnittlich 0,6 Prozent. Damit konnte - im Gegensatz zu den meisten klassischen Branchen - ein Stellenabbau im vergangenen Jahr verhindert werden. Auch für das laufende Jahr rechnen die Hersteller mit einer Beschäftigungszunahme etwa in gleicher Höhe. Den Beschäftigungseffekt entsprechend der Hebelwirkung kann man erahnen, wenn man weiß, dass bereits heute ca. 15 Prozent der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe durch Optische Technologien beeinflusst werden.

Die Beherrschung des Lichts hat ein Stadium erreicht, das erwarten lässt, dass die Licht-Technologien, die Optischen Technologien (Photonik), gleichberechtigt neben die Elektronik treten werden. Optische Technologien sind als Innovationstreiber für die Märkte des 21. Jahrhunderts von ganz erheblicher Bedeutung. Die Materialbearbeitung wird beispielsweise durch Laser in den unterschiedlichsten Fertigungsbranchen revolutioniert, von der Automobil- über die Textil- bis hin zur Druckindustrie. Andererseits eröffnen sich Möglichkeiten, für die es in der Technikgeschichte keine Vorbilder gibt, wie beispielsweise die Herstellung kleinster Strukturen in zukünftigen Chipgenerationen, die Übertragung extrem hoher Datenmengen über Glasfasernetze, die rasche Erforschung von Medikamenten mit optischen Biochips oder die Kontrolle von Lebensmitteln mit neuen Screeningverfahren. Weder die Multimediagesellschaft noch die medizinische Versorgung der Zukunft sind ohne Optische Technologien denkbar.

SPECTARIS-Hauptgeschäftsführer Sven Behrens: "International ist Deutschland in einigen Bereichen der Opti-schen Technologien Weltspitze, so etwa bei der Materialbearbeitung mit Lasern. Hier hält die deutsche Industrie bei den Laserstrahlquellen einen Weltmarktanteil von ungefähr 40 Prozent. Wie jüngste Studien zeigen, hat Deutschland auch Stärken in den Bereichen "Messen, Prüfen und Sensorik" sowie "Beleuchtung und Energie" und auch im Bereich "Bio-Medizin". Nach allgemeinen Schätzungen beträgt der Weltmarkt für Lasersysteme ohne Consumer Electronics rund 18 Milliarden Euro. Für 2003 überwiegt - bei allen unterschiedlichen Erwartungen in der Branche - insgesamt die Zuversicht auf eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass immer noch wesentlich mehr Firmen eine Personalaufstockung als einen Personalabbau planen."

Ein erfreuliches Bild zeichnet sich zudem bei den für die Branche bedeutsamen Ausgaben für Forschung und Entwicklung ab, die im vergangenen Jahr mit einem Plus von knapp 2 Prozent trotz Wirtschaftsflaute deutlich über den F&E-Ausgaben in 2001 lagen. Damit stieg der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz in 2002 auf knapp 9,5 Prozent und auch für 2003 gehen die Hersteller von einer erneuten Steigerung um 1-2 Prozent aus. Die Weichen für die Innovationsfähigkeit der Branche sind damit gestellt. Zum Vergleich: Die F&E-Quote im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt liegt bei 5 Prozent.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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