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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

03.06.2003

Gensonden-Analytik bringt mehr Sicherheit für Verbraucher und Lebensmittelhersteller


Industrielle Lebensmittelproduktion ist anfällig: Rohstoffe können bakteriell belastet sein oder im Produktionsablauf entstehen Verunreinigungen. Um einwandfreie Ware zu liefern, wird eine Produktion nach europäischem Recht genau überwacht. Doch die klassische Mikrobiologie dauert sehr lange. Bakterien werden meist nach Anzüchten mit anschließenden biochemischen Untersuchungen festgestellt. Das kann bis zu einer Woche dauern. Stellt sich dann eine Verunreinigung heraus, muss der Produktionsprozess unterbrochen und das Produkt aufwändig entsorgt werden.

Institut Fresenius setzt in solchen zeitkritischen Fällen unterstützend eine neue Technologie ein, die sog. Gensonden. "Mit ihrer Hilfe können wir lebende Hygienekeime schnell nachweisen", so Dr. Ralph Weyandt, Leiter des Bereichs Bioanalytik bei Institut Fresenius. "Die Hersteller erhalten auch bei Problemprodukten wie Schokoladen und Gewürzen innerhalb von Stunden ein sicheres Ergebnis. Rohstoffe können bereits vor Produktionsbeginn überprüft werden, Lager- und Quarantänekapazitäten entfallen. Und der Verbraucher hat die Gewähr, dass die geprüfte Ware früher, d.h. frischer, in den Handel gelangt." Doch die Einsatzgebiete sind nicht auf Lebensmittel und Getränke beschränkt. Auch Kosmetika, Kühlschmierstoffe oder Befeuchtungswasser in Klimaanlagen können mit Bakterien belastet sein und Probleme verursachen. Der Bereich Bioanalytik bei Institut Fresenius beschränkt sich dabei jedoch nicht auf den Nachweis von Mikroorganismen, sondern sucht auch nach der Ursache und liefert die Problemlösung. Als eines der wenigen Labors in Deutschland überhaupt ist Institut Fresenius durch fachübergreifendes Know-how dazu in der Lage, sowohl regelmäßige Qualitätskontrollen für große Kunden durchzuführen als auch besonders komplizierte Problemstellungen zu lösen. Damit hat sich das Unternehmen als führender Dienstleister bei Konsumgüter- und Lebensmittelherstellern fest etabliert.

Gensonden weisen artspezifische Erbinformationen von Mikroorganismen nach. Sie bestehen aus einem Stück Nukleinsäure, das auf den gesuchten Mikroorganismus maßgeschneidert ist und mit einem Farbstoff gekoppelt wird. Die Gensonden dringen in die Zellen ein und verbinden sich dort mit den Erbinformationen. Die so entstandenen Strukturen werden zum Leuchten angeregt und können eindeutig nachgewiesen werden.

Quelle: Institut Fresenius




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