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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.05.2003

Studie: Analysen-, Bio- und Labortechnik mit 6,5 Prozent Umsatzrückgang 2002


Die Analysen-, Bio- und Labortechnik musste im vergangenen Jahr auf dem Inlandsmarkt Einbrüche von durchschnittlich 6,5 Prozent hinnehmen. Preisbereinigt dürfte das Inlandsgeschäft somit um 9 bis 10 Prozent gegenüber 2001 zurückgegangen sein. Etwas erfreulicher gestaltete sich nach Erhebungen von SPECTARIS im vergangenen Jahr das Auslandsgeschäft mit einem Anstieg von durchschnittlich 2,5 Prozent.

Die deutsche Industrie für Analysen-, Bio- und Labortechnik hat sich international auf anspruchsvolle High-Tech-Produkte in Nischenmärkten konzentriert. Bei einem Jahresumsatz von fast 2,2 Mrd. Euro beträgt die überdurchschnittliche Exportquote rund 60 Prozent. Dies darf zweifelsfrei als Beweis für internationale Wettbewerbsfähigkeit gewertet werden.

Bezogen auf ausgewählte Marktsegmente ergibt sich die beste Bewertung in den Bereichen Pharma und Lebensmittel, während auf der anderen Seite die Biotechnologie von den Unternehmen als rückläufig beurteilt wird. Auch Aufträge der öffentlichen Hand zeigen rückläufige Tendenz.

Hauptverantwortlich für das verhaltene Exportgeschäft sind z.T. stark rückläufige Umsätze in europäischen Märkten, wobei sich die Region Osteuropa positiver entwickelt hat als Westeuropa. Während Nordamerika vor dem Hintergrund zunehmend rezessiver Erscheinungen erneut zurückfiel, zeigte das Asiengeschäft bei den meisten Unternehmen mit durchschnittlich 14 Prozent erfreuliche Steigerungsraten.

Einen leichten Hoffnungsschimmer zeigt die Auftragssituation gegen Ende des vergangenen Jahres als Umsatzindikator für die ersten 6 Monate des laufenden Jahres. Im einzelnen ist eine gewisse Konsolidierung des Europageschäfts zu erkennen, und auch das Asiengeschäft zeigt weiterhin Zuwächse bei der Ordersituation.
Ausblick für das Jahr 2003: Immerhin erwarten 32 Prozent der Firmen im Inland und 82 Prozent der Firmen im Ausland steigende Umsätze, und zwar besonders in Westeuropa aber auch in Nordamerika und vor allem in Asien. Erhebliche Unsicherheit verbreiten der Golfkonflikt mit seinen negativen Auswirkungen für das USA-Geschäft, das mit 15 Prozent den wichtigsten regionalen Anteil am Gesamtexport darstellt. Zunehmend erschwerend wirkt sich auch der Kursverfall des US-Dollars gegenüber dem Euro aus (25 Prozent in den letzten 12 Monaten). Dadurch erfahren Laborprodukte made in Germany nochmals eine Verteuerung, und zwar nicht nur auf dem US-Markt, sondern vielmehr auch in den asiatischen Ländern, wo traditionell in Dollar fakturiert wird. Natürlich steigt mit der Euro-Stärke auch der Importwettbewerb auf den europäischen Märkten.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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