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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.03.2002

Neuer Detektor entlarvt alkoholisierte Autofahrer


Ingenieure der Texas Christian University haben einen Detektor entwickelt, der den alkoholischen Atem von Fahrzeuglenkern erkennt und darüber hinaus auch die Polizei ruft. Der Detektor basiert auf einer kleinen Brennstoffzelle, die mit Ethyl-Alkohol angetrieben wird. Bereits kommende Woche wollen die Entwickler Gespräche mit General Motors führen. Der Automobilkonzern soll seine Fahrzeuge mit dem Gerät auszustatten, berichtet New Scientist.

"Eine Pumpe zieht die Luft aus dem Fahrzeuginneren in den Detektor, wo ein Platin-Katalysator den Alkohol in Essigsäure umwandelt. In der Folge entsteht eine Spannung proportional der Konzentration von Alkohol in der Luft", erklärt der Projektleiter vom Department of Engineering Edward Kolesar. Ein Chip analysiert die Daten. Sind die Werte zu hoch, springt eine drahtlose Funkanlage an und ruft die Polizei. Das Signal kann aus einer Entfernung von rund einem Kilometer empfangen werden.

Der Detektor ist auf dem Lenkrad oder der Sonnenblende über dem Lenker montierbar. Es reicht eine Entfernung von 50 cm vom Mund des Fahrers, um den Alkoholgehalt in der Atemluft nachzuweisen. Der Abstand soll auch falschen Alarm verhindern, wenn z.B. der Fahrer lediglich betrunkene Insassen befördert. Mit dem tatsächlichen Einsatz des Geräts rechnet Kolesar in fünf Jahren, "gesetzt den Fall Autoproduzenten, Polizei und Versicherungen spielen mit", so der Entwickler.

Das System ist schwer zu täuschen, meint Kolesar. "Tests haben ergeben, dass Parfüms oder Abgase den Sensor nicht beirren." Er reagiere spezifisch auf Ethanol. Zigarettenrauch könne aber den Katalysator umhüllen, daher sollte der Detektor jährlich inspiziert werden. Die Produktionskosten schätzt Kolesar auf 100 Dollar. Bei Massenproduktion der Bestandteile rechnet der Ingenieur mit einem Preis, billig genug, um den Detektor in jedem Auto zu installieren. "Die Automobilindustrie hat bereits definitiv Interesse gemeldet", behauptet Kolesar.

Quelle: pte.at


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