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05.12.2002

Chiraltechnologie ist Spitzenreiter unter den Pharma-Zwischenprodukten


Die Chiraltechnologie ist laut Frost & Sullivan der "leuchtende Stern am Firmament des Europamarkts für pharmazeutische Zwischenprodukte". Während der Gesamtmarkt viel langsamer an Volumen zulegt als in den 1990er Jahren von der Deutschen Bank prognostiziert, zeigt der Bereich Chiralchemie überdurchschnittliche Zuwachsraten und ist damit inzwischen zum Star der Branche avanciert. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung in einer neuen Analyse, in der der europäische Gesamtmarkt ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2008 erreichen soll.

Die Analyse ist in die Schlüsseltechnologien CC-Bindungsknüpfungen, Kondensation und Verseifung (inklusive Veresterung), Halogenierung, Stickstoff, Phosphor, Photochemie, Chiralchemie, Redox und Elektrochemie sowie Sulfur untergliedert.

Die Chiraltechnologie kommt dabei in der Pharmaindustrie verstärkt zum Einsatz, weil sie sich als effizienteste und kostengünstigste Art erwiesen hat, isomerenreine Substanzen herzustellen. "Die große Mehrheit der zurzeit in Entwicklung befindlichen Produkte beruht auf Bausteinen mit chiralen Merkmalen," erläutert Andrew Barton, Research Analyst bei Frost & Sullivan. "Chiralität wird meist erst in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium eingeführt. Deshalb liegen die größten Chancen bei dem Unternehmen, das sich auf diese Phasen konzentriert. Wer zusätzlich zu seinem Know-how im Bereich chirale Transformationen dann noch weitere Schritte im Produktionsprozess abdecken kann, verschafft sich einen deutlichen Wettbewerbsvorteil."

Eine solche Strategie ist vor allem vor dem Hintergrund eines stark fragmentierten Markts mit einer großen Anzahl von Anbietern wichtig. Als weitere Erfolgskriterien nennt Barton Flexibilität, Qualität, Integrität sowie die Fähigkeit, sich mit seinem Angebot deutlich von der Konkurrenz abzugrenzen: "Viele Marktakteure verfügen über ein umfassendes Portfolio technischer Expertise. Ausschlaggebend ist jedoch die Identifikation über ein Kernprodukt. Nur so kann eine Erweiterung der Kundenbasis gelingen."

Gleichzeitig weist Barton darauf hin, dass der Markt für die Masse an Wettbewerbern mittelfristig nicht genug Gewinn abwirft. Daher sei in naher Zukunft mit einer Welle von Akquisitionen und Zusammenschlüssen zu rechnen. Allerdings, so betont er nochmals ausdrücklich, sei eine ausschließliche Fokussierung auf den Sektor Chiraltechnologie nicht ausreichend: Wirklich durchsetzen wird sich nur, wer auch außerhalb seiner Kernbereiche konkurrenzfähig ist.

Quelle: Frost & Sullivan




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