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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

29.11.2002

VUP und GDCh-FFCh beschließen Kooperation


Die Fachgruppe "Freiberufliche Chemiker" (FFCh) in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) wollen zukünftig enger kooperieren. Dies erklärten jetzt beide Organisationen nach eingehenden Beratungen und Beschlüssen ihrer Entscheidungsgremien.

Die FFCh sieht sich nach eigener Bewertung als wissenschaftliche Fachgruppe in der GDCh. Der VUP dagegen nimmt als Unternehmerverband hauptsächlich die berufsständischen, wirtschaftlichen Aufgaben der Branche wahr. "In diesem Sinne bieten wir dem VUP und seinen Mitgliedern eine Kooperation auf Gegenseitigkeit an", fasst Gisela Liebich (Appenweier), 2. Vorsitzende der FFCh, den Beschluss ihrer Gruppe zusammen.

In eingehenden Vorgesprächen der Vorstände beider Organisationen und der Diskussion verschiedenster Kooperationsmodelle hatte es schon seit längerem Bestrebungen zu einer engeren Zusammenarbeit gegeben. Man müsse die Kräfte bündeln, um effizient und erfolgreich für die Branche einzutreten, hieß es zum Anfang der Verhandlungen.

Verzögert hatte sich das Vorhaben letztlich aufgrund der unterschiedlichen Mitgliederstruktur und daraus resultierenden Nutzenerwartungen beider Gruppierungen. Dem VUP gehören vornehmlich Unternehmen der Labordienstleistungsbranche an. Dagegen wirtschaftet der größte Teil der FFCh-Mitglieder als Sachverständige oder Berater. Laborinhaber sind hier in der Minderheit. Zudem wird die FFCh satzungsgemäß ausnahmslos von Personen getragen, während dem VUP auch Unternehmen beitreten können.

Der nun gefasste Beschluss resultierte aus dem Vorhaben, dass sich die FFCh "wieder auf ihre eigentlichen Inhalte als wissenschaftliche Fachgruppe in der GDCh besinnen will". Entgegen zeitweiligen Bestrebungen sei die FFCh keine Gruppe, die den Berufsstand auch über wissenschaftliche Fragestellungen hinaus nach außen zu vertreten beabsichtigt.

"Bei diesen nun klar umrissenen Aufgabenstellungen beider Organisationen gibt es kaum noch Überschneidungen", begrüßt und kommentiert Sven Deeg, Hauptgeschäftsführer des VUP diese Entwicklung. Damit sei zum einen ausgeschlossen, dass man gegenseitig um Mitgliedschaften, Gremiensitze oder in verbandspolitischen Zielen konkurriert. Andererseits läge hierin aber der große Nutzen, den die jeweiligen Mitglieder aus dieser Kooperation ziehen könnten.

Neben dem Austausch verbandsstrategischer Informationen sieht man einen Teil der zukünftigen Zusammenarbeit darin, gemeinsame Fortbildungs und Informationsveranstaltungen anzubieten, bzw. den Mitgliedern den Zugang zu Veranstaltungen des Kooperationspartners zu ermöglichen.

Als erstes Signal der Partnerschaft hat die FFCh ihren Mitgliedern einen Beitritt zum Unternehmerverband VUP empfohlen. Der VUP weist im Gegenzug seine Mitglieder auf den wissenschaftlich-fachlichen Nutzen einer FFCh-Mitgliedschaft hin.

Quelle: Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP)




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