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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.11.2002

Konjunktur: Chemieproduktion stagniert


Die Unternehmen der deutschen chemischen Industrie haben ihre Aufschwungserwartungen auf das nächste Jahr verschoben. Denn der Anfang des Jahres zu beobachtende Aufwärtstrend der Chemieproduktion kam bereits im April zum Stillstand und gewann auch im dritten Quartal nicht wieder an Fahrt. Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt mitteilt, stagnierte die Produktion chemischer Erzeugnisse von Juli bis September auf dem Niveau des Vorquartals. Im Vergleich zum niedrigen Niveau des entsprechenden Zeitraums 2001 wurden rund 2,5 Prozent mehr chemische Erzeugnisse hergestellt.
Der Umsatz im dritten Quartal betrug rund 33 Milliarden Euro. Er lag damit nur um 1,6 Prozent über dem bereits sehr niedrigen Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Gegenüber dem Vorquartal 2002 musste die Branche im dritten Quartal spürbare Umsatzrückgänge hinnehmen. Hinzu kommt, dass aufgrund einer schwachen Chemienachfrage gestiegene Kosten für Rohöl nur begrenzt weitergegeben werden konnten. Der Kostendruck und die Nachfrageflaute machen den Unternehmen erheblich zu schaffen und trüben die Stimmung in der chemischen Industrie deutlich ein. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen pessimistischer eingeschätzt als noch zur Jahresmitte. Die Hoffnung auf einen Aufschwung im Jahr 2002 hat sich für die deutsche chemische Industrie zerschlagen.

Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft entwickelten sich von Juli bis September 2002 enttäuschend: Mit ausländischen Kunden erwirtschafteten die Unternehmen 16,7 Milliarden Euro des Umsatzes - im Vergleich zum Vorjahr nur ein Plus von 1,6 Prozent. Im Inland erzielte die Branche einen Umsatz von rund 16,3 Milliarden Euro. Das bedeutet im Vorjahresvergleich ein Plus von 1,7 Prozent.

Im dritten Quartal 2002 waren in der deutschen chemischen Industrie im Durchschnitt 462.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die amtliche Statistik weist damit im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um rund 4.700 Mitarbeiter oder 1 Prozent aus.

Quelle: Verband der Chemischen Industrie (VCI)




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