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17.10.2002

Der Weltmarkt für Massenspektrometrie in den Biowissenschaften


Trotz schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Anwendermärkten stellt die biowissenschaftliche Massenspektrometrie einen lukrativen Bereich für die Geräteanbieter dar. Die Hersteller können mit weiter zunehmendem Einsatz ihrer Geräte vor allem in der Wirkstoffforschung rechnen. Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll der Umsatz in den vier Schlüsselsegmenten von 625,8 Millionen US-Dollar im letzten Jahr auf 1,4 Milliarden US-Dollar in 2007 ansteigen.

Am schnellsten wächst gegenwärtig das Segment der QTOF-(quadrupole time of flight)-Massenspektrometer, gefolgt von MALDI-TOF-(matrix assisted laser desorption/ionization time of flight)-Massenspektrometern und Ionenfallen-(ion trap)-Massenspektrometern. Auch das reifere Segment der Tripel-Quadrupol-Massenspektrometer dürfte dank vielversprechender neuer Anwendungen bei ADME-Tests (Absorption, Distribution, Metabolism, Exkretion and Toxicity) und toxikologischen Untersuchungen wachsen. Auf diese vier Segmente zusammen entfallen mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes.

Wachstumsimpulse durch Proteomik

In der Wirkstoffforschung sind Massenspektrometer (MS) wertvolle Hilfsmittel bei der Identifizierung, Validierung und Charakterisierung von Targets, auf deren Grundlage therapeutische Wirkstoffe entwickelt werden können. Mit ihrer Fähigkeit, wichtige Informationen über Proteine und Peptide zu liefern, sorgen sie für größere Prozesseffizienz. Bedeutende Wachstumsimpulse, insbesondere für die Segmente MALDI-TOF-MS, QTOF-MS und Ionenfallen-MS, kommen von der Proteomik, die als Quelle neuartiger Wirkstoff-Targets und Biomarker gilt.

Markt geplagt von Einsparungsmaßnahmen

Gefahren für das Wachstum gehen von der schwieriger gewordenen Lage der Anwender aus. Intensiver Wettbewerb, auslaufende Patente und Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor haben den Investitionsspielraum der Pharmaunternehmen eingeengt. Es wird befürchtet, dass die anhaltende Konsolidierung zu drastischen Kürzungen bei Forschung und Entwicklung führt und dass die jungen Biotechnologie- und Proteomikunternehmen angesichts der lahmenden Konjunktur Investitionszurückhaltung üben.

Sorge zum Teil unbegründet?

Freilich scheint es keinen Grund zu übertriebener Sorge zu geben. Die großen Fusionen der Jahre 1995/96 und 2000/01 in der Pharmaindustrie waren gefolgt von zweistelligen Zuwachsraten im Forschungs- und Entwicklungsbereich, und in der Biotechnologie hat sich der Zustrom von Kapital im Jahr 2001, wenn auch in vermindertem Maße, fortgesetzt.

Investitionen sind jedoch notwendig

Notwendig ist allerdings, dass die Hersteller mit kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung für technologische Innovationen sorgen. Damit ließe sich nicht nur die Nachfrage nach neuen Instrumenten stimulieren, sondern auch eine Preiserosion verhindern. Dabei können sich die Anbieter auf die Tatsache stützen, dass ihre Abnehmer ihre Kaufentscheidungen stärker auf Leistungsmerkmale (Durchsatz, Empfindlichkeit, Genauigkeit und Auflösung) gründen als auf den Preis.

Boom bei QTOF-Massenspektrometern

Ein Beispiel für die absatzfördernde Wirkung solcher Innovationen ist das überwältigende Wachstum des QTOF-MS-Segments seit Einführung der Technologie im Jahr 1996. Den nach Eric E. Gay, Indutrie Analyst bei Frost & Sullivan, jüngsten Meilenstein in der Reihe der technologischen Fortschritte auf diesem forschungs- und entwicklungsintensiven Markt markieren Hybridinstrumente.

Quelle: Frost & Sullivan




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