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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

09.10.2002

Trend zur höheren Qualifizierung in der Chemie-Industrie


Eine aktuelle Analyse des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) zur Beschäftigung in der deutschen Chemie-Industrie zeigt, dass sich der langfristige Trend zu höherwertigen Arbeitsplätzen fortgesetzt hat. Darüber hinaus steigt der Anteil der weiblichen Beschäftigten und der Teilzeitbeschäftigten. Ein weiteres Charakteristikum ist die weit verbreitete Schichtarbeit.

Über ein Viertel weiblich

Die Frauen in der chemischen Industrie stellen mittlerweile einen Anteil von 27,6 vH der Tarifbeschäftigten. Unter den Auszubildenden der Branche liegt der Anteil mit 31,9 vH sogar bereits bei knapp einem Drittel. Die höchsten Frauenanteile sind dabei in den Entgeltgruppen E 1 und E 2 sowie E 9 bis E 11 zu finden.

Hohe Teilzeitquote

Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten in der chemischen Industrie liegt bei 7,0 vH. Trotz der in der Branche traditionell schwierigeren Bedingungen für Teilzeitbeschäftigung, die durch Produktions- und Arbeitsabläufe begründet sind, ist dieser Anteil in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Teilzeitbeschäftigung wird auch in der chemischen Industrie hauptsächlich von weiblichen Beschäftigten gewünscht. Dementsprechend ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in denjenigen Entgeltgruppen am höchsten, in denen auch der Frauenanteil relativ groß ist. Die höchsten Teilzeitquoten gibt es in den Entgeltgruppen E 1 (20,1 vH), in der E 9 (12,1 vH) und in der Entgeltgruppe E 10 (10,6 vH).

Schichtarbeit weit verbreitet

Von den Tarifbeschäftigten der Branche arbeiteten 6,2 vH in teilkontinuierlicher und 23,4 vH in vollkontinuierlicher Schichtarbeit. Zusammen lag ihr Anteil damit bei 29,6 vH.

Der Manteltarifvertrag der chemischen Industrie regelt, dass als teilkontinuierliche Arbeitsplätze solche angesehen werden, die rund um die Uhr, aber nicht am Wochenende (Samstag 14.00 Uhr bis Montag 6.00 Uhr) besetzt sind. Vollkontinuierliche Arbeitsplätze hingegen sind solche, die darüber hinaus auch am Wochenende ganz oder zeitweise besetzt sind.

Den höchsten Anteil haben Schichtarbeitnehmer in den produktionsnahen Entgeltgruppen E 5 (51,3 vH) und E 6 (49,8 vH). Die wenigsten Arbeitnehmer in Schichtarbeit sind in den reinen Angestelltengruppen zu finden. Insbesondere in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13 liegt ihr Anteil nur zwischen 1,6 und 3,6 vH der Tarifbeschäftigten.

Weniger Einfach-Jobs

Ein Vergleich über die vergangenen Jahre zeigt die abnehmende Bedeutung insbesondere der Arbeitsplätze in den Entgeltgruppen E 1 bis E 5. Der Anteil der typischen Facharbeitergruppen (E 6 bis E 8) und der reinen Angestelltengruppen (E 9 bis E 13) an den Arbeitsplätzen der chemischen Industrie ist hingegen kontinuierlich gestiegen.

Quelle: Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVK)




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