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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

02.09.2002

Wissenschaftliche Ausschreibungsplattform InnoCentive startet Deutschlandoffensive


InnoCentive, das Online-Forum für naturwissenschaftliche Forschungsprobleme weltweit, zeichnet heute den Göttinger Chemiker Dr. Vladimir Belov für seine Synthese in der Organischen Chemie mit 20.000 Dollar aus. Damit setzt die Ausschreibungsplattform aus dem US-amerikanischen Indianapolis zugleich das Startzeichen für eine Deutschland-Offensive: Mit einem neuen deutschsprachigen Internetauftritt sollen sowohl hiesige Chemiker, Biologen und Genforscher als auch deutsche Unternehmen für die Beteiligung auf der Seite gewonnen werden. Bisher kommen die Ausschreibungen vor allem aus den USA im Bereich der pharmazeutischen Chemie. Mehr als 10.000 Wissenschaftler haben sich bereits auf der Seite registrieren lassen.

Das InnoCentive Prinzip: innovative Problemlösungen durch finanzielle Anreize ("Incentives"). Die Unternehmen schreiben ihre wissenschaftlichen Probleme, sogenannte InnoCentive Challenges auf der Website aus. Die Wissenschaftler sichten die Fragestellungen ihres Fachgebietes und können sich als anonymer Lösungsanbieter anbieten. Dabei zahlen weder die ausschreibenden Forschungsabteilungen ("Seeker"), noch die Wissenschaftler ("Solver") für die Vermittlung. Allerdings sind die Seeker verpflichtet, angemessene Prämien zu zahlen, wenn die angebotene Lösung ihren Kriterien entspricht.

So geschehen im Fall Dr. Vladimir Belov, der an der Universität Leningrad (heute St. Petersburg) im Bereich der organischen Chemie promovierte und heute in Göttingen eine Forschungsabteilung leitet: Im Labor synthetisierte der Chemiker erstmalig 10 Gramm eines möglicherweise schmerzdämpfenden und krampflösenden Isochinolinderivates. Dafür zeichnen ihn jetzt InnoCentive-Gründer Darren J. Carroll und Vorstandsvorsitzender Dr. Alpheus Bingham in Frankfurt mit 20.000 Dollar aus.

"Die Preisverleihung und unsere deutschsprachige Website öffnen uns die Tür zu einer neuen Zahl von InnoCentive Problemlösern", erklärt Chief Executive Officer Carroll. Das Ziel, weltweite und weltbeste wissenschaftliche Community zu werden, steht für die Geisteshaltung des Online-Forums: "Wir begrüßen Innovation, wo immer sie auch herkommt."

"InnoCentive will den deutschen Wissenschaftlern zusätzliche Möglichkeiten bieten", ergänzt Ali Hussein, Marketing-Verantwortlicher des Unternehmens. "Schon jetzt gibt es eine große Anzahl deutscher Experten, die sich als potenzielle Solver registriert haben." Ganz nach dem Unternehmens-Motto "Minds over Matter" - schließlich beherrsche das menschliche Gehirn die Materie und das über alle Landesgrenzen hinweg.

—> Weitere Informationen

Quelle: Innocentive


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