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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.02.2002

Europäischer Umweltsatellit Envisat startet am 1. März ins All


Mit dem Start des bisher größten Umweltsatelliten Envisat (environmental satellite) am 1. März wird Europa führend in der Umweltforschung aus dem All. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, bezeichnete das Projekt am Montag in Berlin als Meilenstein der satellitengestützten Umweltforschung. "Europa leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Umweltpolitik", sagte Bulmahn, die auch Vorsitzende des Ministerrates der Europäischen Weltraumagentur ESA ist.

Der Satellit werde die Ursachen für das Ozonloch, die globale Erwärmung und für die Ausdehnung der Wüsten erforschen. "Wir werden aus dem Weltraum die Umweltsünden auf der Erde ziemlich genau erkennen können." Envisat ermittele auch Daten zur Einhaltung des Klimaprotokolls von Kyoto. "Europa ist damit führend in der umweltorientierten Raumfahrt", sagte die Ministerin.

Der Vorstand für Raumfahrt im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Professor Achim Bachem, verwies auf die starke deutsche Beteiligung am Bau des europäischen Satelliten. "Deutsche Wissenschaft und Industrie haben ihre Kompetenz in der Erdbeobachtung unter Beweis gestellt."

Envisat soll vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana mit einer Ariane 5 Rakete um 2:07 Uhr (MEZ) starten. Der Satellit wird in 800 Kilometer Höhe ausgesetzt und in einem nahezu polaren Orbit für fünf Jahre Daten sammeln. In Entwicklung, Bau, Start und Betrieb investieren die Partner insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Davon hat Deutschland über 500 Millionen Euro finanziert.

Auf dem rund acht Tonnen schweren und zehn Meter hohen Satelliten befinden sich zehn wissenschaftliche Instrumente, darunter mehrere komplette Neuentwicklungen. An der Mission haben 14 Länder mitgewirkt: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien.

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Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)




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