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31.08.2002

Trend zum Jobwechsel in der chemischen Industrie verstärkt


Trotz weiter sinkender Beschäftigtenzahlen sind immer mehr Führungskräfte in der Chemie bereit, den Arbeitgeber zu wechseln. 68 Prozent können sich einen Wechsel in näherer Zukunft vorstellen, knapp 9 Prozent haben ihn in den letzten zwei Jahren bereits vollzogen. Dies ergab eine Umfrage des Verbandes angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Im Jahr 2001 hatten "nur" 56 Prozent der Führungskräfte ihre Wechselbereitschaft signalisiert.

237 Führungskräfte aus Unternehmen der chemischen Industrie beteiligten sich an der Umfrage. Etwa zwei Drittel sind Naturwissenschaftler, jeder Dritte arbeitet in Forschung oder Entwicklung.

Die Wechselbereitschaft liegt bei den bis 45-Jährigen sogar bei 82 Prozent, selbst bei den Älteren noch bei 55 Prozent, sie erreicht in Großunternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern 67 Prozent und in kleinen Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern 75 Prozent.

Bereits 97 Prozent der Wechselbereiten haben konkrete Schritte bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber unternommen. Jeder Zweite wertete Stellenanzeigen in Zeitungen aus, jeder Dritte besuchte Stellenbörsen im Internet und jeder Fünfte führte bereits Vorstellungsgespräche.

Ein neuer Arbeitsplatz wird vorrangig gesucht, um die Einkommenssituation zu verbessern, sich neuen Herausforderungen zu stellen oder die Sicherheit des Jobs zu erhöhen.

Bei den knapp 9 Prozent der Chemie-Führungskräfte, die den Jobwechsel bereits in den letzten zwei Jahren vollzogen haben, war die Entscheidung zum Wechsel altersunabhängig. Am häufigsten gewechselt wurde aus Unternehmen mit weniger als 300 Mitarbeitern.

Gründe für den Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages waren vorrangig die persönliche Weiterentwicklung oder ein schlechtes Betriebsklima im alten Unternehmen.

Fazit: Trotz wirtschaftlich unsicherer Zeiten, auch in Teilen der chemischen Industrie, hat die Wechselbereitschaft von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Kaufleuten mittlerweile eine kaum vorstellbare Dimension erreicht. War noch im Juli 2001 jede zweite Führungskraft bereit, sich nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen, sind es jetzt schon zwei Drittel der Befragten. Unter den bis zu 45-Jährigen liegt die Quote jetzt bei über 80 Prozent.

Quelle: Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA)




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