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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

05.07.2002

Wertvolle Holzkunst entgiften


In vielen Museen und Kirchen - nicht nur in Deutschland - stehen giftige Kunstwerke: sie sind mit Pestiziden behandelt worden. Von den 40er- bis in die 80er-Jahre war die Behandlung von Hölzern mit chlorierten Verbindungen wie PCP (Pentachlorphenol), DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) und Lindan (Gamma-Hexachlorcyclohexan) gang und gäbe. Restauratoren waren zunächst von den neuen Mitteln gegen Insekten- und Pilzbefall begeistert. Die Langzeitfolgen der Anwendung dieser Pestizide wurden erst später erkannt: Lindan und PCP belasten die Raumluft, DDT bildet an der Oberfläche des Holzes eine weiße Kristallschicht.
Restauratoren entfernen in ihrer Werkstatt vorsichtig den Belag von der bemalten Holzfigur. Die Oberfläche können sie reinigen und die DDT-Ausblühungen ohne Beschädigung entfernen. Sehr schwierig ist es jedoch, tiefer in das Holz vorzudringen und Rückstände weiter innen herauszulösen. Je nachdem, wie stark die Skulpturen mit Holzschutzmitteln getränkt wurden, wird sich das DDT langsam, aber sicher weiter ausscheiden und in kurzer Zeit erneut Kristalle auf der Oberfläche bilden.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft




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