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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

25.06.2002

Eppendorf setzt Wachstumskurs fort


Die Geschäftsentwicklung des Eppendorf-Konzerns knüpfte nahtlos an das gute Vorjahr an, obwohl sie sowohl im Jahresverlauf als auch in der regionalen Verteilung uneinheitliche Züge aufwies. Während des Berichtsjahres war tendenziell eine Verlangsamung der Wachstumsgeschwindigkeit zu verzeichnen - bedingt durch konjunkturelle Einflüsse und die Ereignisse des 11. September im vierten Quartal. Im Branchenvergleich stellt sich in Summe jedoch ein gutes Ergebnis dar.

Der Umsatz erreichte im Konzern 289,2 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 30,8 Millionen Euro oder 11,9 Prozent. Der Gewinn vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr auf 28,9 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von ca. 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 24,7 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg um 58,1 Prozent auf über 13,6 Millionen Euro.

Die Eppendorf-Gruppe konzentriert ihre Aktivitäten im Sektor Biotechnologie auf die drei Geschäftsfelder Biotools, Molecular Technologies und Complementary Products.
Der Bereich Biotools umfasst Produkte für das Liquid Handling, die Probenvorbereitung und die Separation von Flüssigkeiten, wie z. B. Pipetten und Zentrifugen aber auch Verbrauchsartikel wie Reaktionsgefäße. Der Umsatz im Geschäftsfeld Biotools stieg im Jahr 2001 um 13,9 Prozent auf 211,4 Millionen Euro, wobei der Ertrag (EBITA) erneut überproportional auf 34,1 Millionen Euro anstieg.

Das Segment Molecular Technologies beinhaltet in erster Linie Produkte und Systeme für die PCR, zur Detektion und Aufreinigung von Nukleinsäuren und Produkte für die Zelltechnologie. In diesem dynamischen Umfeld stieg der Umsatz um 19,8 Prozent auf 36,1 Millionen Euro. Die erheblichen Anlaufkosten zum Ausbau von Vertriebsstrukturen und zur Erweiterung der Produktpalette resultierten in einem Ergebnis EBITA von minus 6,0 Millionen Euro oder 16,5 Prozent des Umsatzes (Vorjahr minus 6,0 Prozent), was auch den Erwartungen entsprochen hatte.

Im Bereich der Complementary Products bietet Eppendorf Geräte und Systeme, die die eigene Produktpalette ergänzen, sowie Service und andere Dienstleistungen an. Hier verzeichnete der Bereich im Geschäftsjahr 2001 einen leichten Rückgang von 2,2 Prozent auf 41,7 Millionen Euro. Das EBITA konnte mit 2,5 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe gehalten werden.

In der Regionalbetrachtung konnte überproportionales Wachstum in Westeuropa und Asien erzielt werden. In Nordamerika, dem Hauptabsatzmarkt für Produkte der Eppendorf-Gruppe, ließ die Dynamik im Verlauf des Jahres nach. Der Eppendorf-Konzern dokumentiert seine sehr solide Bilanzstruktur noch stärker als im Vorjahr. Per 31. Dezember 2001 stieg die Eigenkapitalquote auf fast 49 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Liquiditätssituation des Konzerns deutlich um etwa 25 Millionen Euro verbessert und der Cash flow nahm um nahezu 34 Prozent auf 29,2 Millionen Euro zu. Damit sind erneut exzellente Voraussetzungen für mittelfristige Wachstumsplanungen der Gruppe gegeben.
Im ersten Quartal des Jahres 2002 stellte sich im Marktumfeld zunächst noch keine deutliche positive Trendentwicklung ein. Eine eher zurückhaltende Atmosphäre prägte die Biotech-Branche, die neben der abgeschwächten konjunkturellen Entwicklung auch ein verhaltenes Agieren der Kapitalgeber in Kauf nehmen musste.

Eppendorf gelang in den ersten drei Monaten des Jahres 2002 dennoch eine Steigerung des Umsatzes von mehr als 10 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das Operative Ergebnis (EBIT) legte im gleichen Zeitraum um fast 23 Prozent zu. Erste Zeichen der konjunkturellen Erholung sind bereits zu erkennen. Besonders in Nordamerika ist die Lage inzwischen etwas entspannter und schon heute können wieder leicht positive Impulse verzeichnet werden.

Mit neuen Produkten, verbesserten Strukturen in allen Unternehmensbereichen sowie zusätzlicher Präsenz auf internationalen Märkten wird die Konzern-Strategie weiterhin auf Wachstum ausgerichtet sein. Das Bild von den nahezu unbegrenzten Wachstumsmöglichkeiten der Biotechnologie hat sich korrigiert. "In dieser Branche finanzieren Industrie-Unternehmen ihre Projekte vorsichtiger und Start-ups erkennen deutliche Hindernisse bei Finanzierungen aus Venture Capital oder Börsengängen. Langfristig wird der Sektor aber weiterhin überdurchschnittlich wachsen", so Klaus Fink, Vorstandsvorsitzender der Eppendorf AG. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen, dass sich seine Wachstumsziele auch zukünftig erfolgreich umsetzen lassen werden.

Quelle: Eppendorf Netheler Hinz GmbH




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