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17.06.2002

Marktstudie: Der Weltmarkt für Protein-Arrays


Im Zuge innovativer Genomik- und Proteomik-Projekte hat sich das Feld der Wirkstoffforschung enorm erweitert. Davon soll auch der Markt für Protein-Arrays ganz erheblich profitieren: Laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird sein Volumen weltweit von 41,2 Millionen US-Dollar im Jahr 2001 auf über 665 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 anwachsen.

Doch trotz der überaus positiven Zukunftsaussichten müssen sich die Akteure der Branche zunächst einigen Herausforderungen stellen. "Dabei geht es vor allem darum, die potenziellen Kunden vom Zusatznutzen durch den Einsatz von Protein-Arrays zu überzeugen," meint Eric E. Gay, Industry Analyst bei Frost & Sullivan. "Momentan lassen sich viele noch von den hohen Kosten abschrecken, die sich ihrer Ansicht nach nicht durch die scheinbar nur marginalen Vorteile rechtfertigen lassen. Doch wird sich bei entsprechendem Engagement der Anbieter bald demonstrieren lassen, dass Protein-Arrays wesentlich zur Effizienzsteigerung bei der Wirkstoffforschung beitragen können, weil sie Zeit einsparen und Barrieren in der traditionellen Forschung überwinden helfen." Einigen schnell reagierenden Unternehmen ist es bereits gelungen, die ersten Hürden zu meistern, indem sie ihre Technikplattform und die Vorteile ihres Produktes für die Medikamentenentwicklung unter Beweis gestellt haben.

Distributionskanäle müssen noch implementiert werden

Ein weiteres Problem für viele Marktteilnehmer besteht darin, zuverlässige Kanäle für die Distribution ihrer Produkte zu implementieren. "Diese Hürde betrifft vor allem die zahlreichen Marktneulinge," meint Gay. "Dagegen sind die etablierten Anbieter hier klar im Vorteil." Eine gängige Strategie sei in diesem Zusammenhang die Formierung von Allianzen mit größeren Unternehmen, doch warnt Frost & Sullivan die Branchenakteure davor, sich zu sehr auf ihre Partner zu verlassen und dadurch die eigenen Umsätze zu drücken.

Breites Spektrum an Möglichkeiten

Mit den Fortschritten in Genomik und Proteomik hat sich die Zahl der Targets, also der Angriffsorte für Wirkstoffe im menschlichen Körper, im Vergleich zur traditionellen Wirkstoffforschung mittlerweile erheblich gesteigert. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten für die Hersteller von Protein-Arrays. Ähnlich wie die Genomik zielt die Proteomik darauf ab, ein präziseres Verständnis des Zusammenhangs zwischen Genen und Krankheiten zu entwickeln. Auf dieser Grundlage sollen dann neue Therapiestrategien entwickelt werden. Während es in der Genomik um die Charakterisierung und Sequenzierung des Genoms geht, hat die Proteomik die systematische Erstellung von Proteinprofilen zum Inhalt. Mit anderen Worten: Die Proteomik ist die logische Konsequenz der Genomik, denn Gene stellen im Prinzip "nur" Bauanleitungen für Proteine dar, und unser Körper ist vorwiegend aus Proteinen aufgebaut, die vielfältige Aufgaben erfüllen. Da die Umsetzung der Erbinformationen durch Proteine erfolgt, liefert die Proteomik essentielle Daten für die genaue Diagnose von Krankheiten und damit für die Entwicklung neuer Arzneimittel. Bei Protein-Arrays sind, analog zu Gen-Chips, Proteine oder Peptide auf Kunststoffmembranen in einem geordneten und bekannten Raster angeordnet. So kann die wechselseitige Bindung von Proteinen experimentell gemessen werden.

Wettbewerber im Weltmarkt

Als wichtigste Akteure im Weltmarkt für Protein-Arrays nennt Frost & Sullivan die folgenden Unternehmen: Affibody AB; Aspira Biosystems, Inc.; BD Biosciences/CLONTECH; Biacore AB; Biocept, Inc.; Bio-Rad Laboratories, Inc.; Biosite Diagnostics, Inc.; Cambridge Antibody Technology Group plc; Ciphergen Biosystems, Inc.; Combimatrix Corp.; Coventor, Inc.; Genescan Europe AG; Genomic Solutions, Inc.; Glaucus Proteomics BV; GLYCOMINDS Ltd.; GPC Biotech AG; Graffinity Pharmaceutical Design GmbH; Gyros AB; HTS Biosystems, Inc.; Hypromatrix, Inc.; Illumina, Inc.; Jerini AG; Large Scale Biology Corp.; Lumicyte, Inc.; Luminex Corp.; MetriGenix, Inc.; Molecular Staging, Inc.; Nalge Nunc International Corporation; NextGen Sciences Ltd.; PerkinElmer Life Sciences, Inc.; Phylos, Inc.; Pierce Chemical Co.; Prolinx, Inc.; Protagen AG; Protiveris, Inc.; Schleicher & Schuell Biosciences, Inc.; Sense Proteomic Ltd.; SomaLogic, Inc.; TeleChem International, Inc.; Zeptosens AG; und Zyomyx, Inc.

Quelle: Frost & Sullivan




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