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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

23.05.2002

Bakterien spüren Goldvorkommen auf


Bakterien könnten künftig die Goldsuche unterstützen. Forscher der Ohio State University behaupten, dass Schürfer die Veränderungen von Bodenbakterien zum Aufspüren des Edelmetalls heranziehen können. Erweist sich ihre Technik als zuverlässig ist diese laut Forschern eine günstige und einfache Methode, große Areale auf Goldvorkommen zu untersuchen. Die Technik stellte das Team um Hongmei Wang auf der 102. Generalversammlung der Gesellschaft für Mikrobiologie in Salt Lake City vor.

Laut Berichten des Wissenschaftsmagazins New Scientist untersuchte Wang elf Regionen in den Golderzbergbau-Gebieten Chinas. Die Forscherin stellte fest, dass im Boden dieser Regionen die Zahl des Bakteriums "Bacillus cereus" in der Sporenform um das Zwei- bis Dreifache höher war als in Vergleichsgebieten. Im Laborversuch bestätigte sich, dass hohe Goldkonzentrationen ebenso wie UV-Strahlung, Hitze und Trockenheit die Umwandlung der Bakterien in die schützende Sporenform ankurbeln. Auf diese Weise können Bakterien dem normalerweise in gelöster Form giftigen Gold standhalten.

Wang geht davon aus, dass eine Analyse von Bacillus cereus im Boden kostengünstiger ist als die bestehende chemische Gold-Detektions-Methode. Experten zweifeln aber, dass die neue Methode von Unternehmen eingesetzt wird. "Andere Gifte könnten zur Bildung von Sporen führen, dadurch wird das Verfahren wenig aussagekräftig", meinte Jim Brierley, Berater einer Bergbaufirma. Bestenfalls könnte die Methode bestehende Techniken ergänzen, so Brierley.

Quelle: pte.at


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