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Mikrofluidik und Mikrosystemtechnik im Internet


Die Mikrofluidik beschäftigt sich mit dem Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum, das sich erheblich von dem Verhalten makroskopischer Fluide unterscheiden kann (1). Sie ist wie die Mikromechanik, die Mikrooptik und die Mikroelektronik eine Teildisziplin der Mikrosystemtechnik, kurz MST (2). Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Bereich der Biotechnologie, Medizin-, Prozess-  und Sensortechnik. Unter dem Schlagwort "Lab-on-a-Chip" oder "Chiplabor" werden Verfahren zusammengefasst, die zur Steigerung der Effizienz und der Mobilität oder zur Verringerung der benötigten Stoffmengen auf einem einzelnen Chip und nicht mehr in Laboratorien im Makromaßstab durchgeführt werden sollen (3). Die Online-Enzyklopädie Wikipedia bietet zu allen drei Schlagworten einen guten Einstieg in diese aktuelle und mit vielen staatlichen Fördermitteln ausgestattete Forschungsgebiet. Dort findet man auch eine Liste mit aktuell 230 Forschungseinrichtungen weltweit, die sich mit dem Thema Mikrofluidik beschäftigen, davon 22 in Deutschland, 5 in der Schweiz und 2 in Österreich (4). Die Liste enthält auch Links zu den entsprechenden Internetseiten der Forschungseinrichtungen. Zu nennen aus Deutschland sind beispielsweise das Institut für Mikrotechnik Mainz (IMM) (5), die Arbeitsgruppe Mikrofluidik am Institut für Photonische Technologien e.V. in Jena (6), das Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) am Karlsruher Institut für Technologie (7) oder das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) an der Universität Freiburg (8). Auf dessen Homepage steht eine schöne und umfangreiche Einführung in die Mikrosystemtechnik in Form einer 74-seitigen Broschüre (als PDF-Datei) zur Verfügung (9). Aber auch alle anderen erwähnten Einrichtungen bieten auf ihren Webseiten umfangreiche Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten und den vielfältigen Anwendungsgebieten.

Eine weitere gute Einstiegsseite ist das vom VDI betriebene Portal mst|online mit Informationen zu Forschungsfeldern, Fördermitteln, beruflichen Perspektiven und diversen Hinweisen auf Publikationen zum Download (- gelöscht -).

Die englischsprachige Seite von Technology Networks bietet umfangreiche Informationen rund um das Thema "Lab-on-a-Chip" (11), unter anderem Forschungsnachrichten, einen Veranstaltungskalender, Poster und Videos. Allerdings muss man sich registrieren, um manche Inhalte anzusehen.

Mehr zum Thema Mikrosystemtechnik bietet auch das BMBF auf einer eigenen Seite (12). Hier erfährt man unter anderem, dass im Jahr 2009 bereits 766.000 Menschen bei einem Umsatzvolumen von mehr als 82 Milliarden Euro in diesem Bereich tätig waren, Tendenz steigend - eine erstaunliche Zahl, die manchen vielleicht überraschen wird.

Um aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse zu finden, gibt es verschiedene nützliche Anlaufstellen. Auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung betriebenen Seite Forschungsportal.net (13) ergibt eine Suche nach dem Stichwort Mikrofluidik 360 Treffer an deutschen Forschungsinstituten. Google Scholar (14) liefert aktuell 1.150 Literaturstellen und auf der Seite "Google Books" (15) kann man einen Blick in über 800 Fachpublikationen werfen. Wer direkt auf die Volltexte von Doktorarbeiten zugreifen will, der sollte es direkt bei Google mit den Stichworten "Mikrofluidik" und "Dissertation" versuchen und die Recherche auf PDF-Dokumente beschränken (16). Er wird über 1.200 Treffer finden. Sinnvoll ist natürlich eine weitere Einschränkung der Suche auf bestimmte Teilaspekte. Zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen ermöglichen heute einen direkten Zugriff auf alle Dissertationen und teilweise auch Diplom-, Master- und Bachelor-Arbeiten der letzten 10-15 Jahre.

Darüber hinaus gibt es auch einige englischsprachige Fachzeitschriften, die sich mit dem Thema Mikrosystemtechnik und Mikrofluidik beschäftigen. Eine Liste dieser Zeitschriften sowie viele weitere interessante Quellen sind auf der Homepage des Online-Labormagazins ANALYTIK NEWS zusammengestellt (17).

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