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Nützliche Internetseiten zum Thema Lebensmittel und Lebensmittelanalytik


Die Lebensmittelchemie untersucht die Zusammensetzung von Lebensmitteln sowie deren Veränderungen bei der Herstellung, Lagerung und Zubereitung mit analytischen Verfahren. In Deutschland dürfen nur staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker in der amtlichen Untersuchung von Lebensmitteln arbeiten (1).

Wer sich näher über das Berufsbild des Lebensmittelchemikers (2) oder des Lebensmitteltechnischen Assistenten (3) informieren möchte, dem bietet die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Homepage ausführliche Informationen dazu an. Eine Übersicht aller Universitätsinstitute in Deutschland, an denen man Lebensmittelchemie studieren kann, sowie alle amtlichen Lebensmittel-Untersuchungseinrichtungen, gegliedert nach den 16 Bundesländern, steht auf der Webseite der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG) unter "Links" zur Verfügung (4). Auch gibt es dort eine Liste von mehr als 20 Arbeitsgruppen inklusive Kontaktdaten, die sich mit Themenfeldern wie beispielsweise Aromastoffe, Pestizide oder Wein beschäftigen.

Eine schöne Übersicht über die sehr vielfältigen Aufgabenbereiche der Lebensmittelanalytik mit über 50 kurzen Beiträgen findet man auch auf der Webseite der "Aktuellen Wochenschau der Lebensmittelchemie" aus dem Jahr 2009 (5). Beiträge wie beispielsweise "Mit Biosensoren Antibiotikarückstände in Lebensmitteln entdecken" oder "Antimikrobiell aktive Verpackungsfolien" geben einen kurzen Einblick in die jeweiligen Problemfelder und sind auch ohne tiefergehende Fachkenntnisse gut verständlich.

Auch das Lebensmittelchemische Institut des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (LCI) bietet unter dem Stichwort "LCI-Fokus" zahlreiche interessante Artikel kostenfrei an (6). Das Archiv reicht bis ins Jahr 1998 zurück, die Navigation auf der Seite ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig - immerhin gibt es eine Suchfunktion.

Unter dem Stichwort "Sichere Lebensmittel" hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMVEL) umfangreiche Informationen darüber zusammengestellt, welche Maßnahmen der Staat ergreift, um die Sicherheit unserer Lebensmittel zu gewährleisten (7).

Eine weitere gute Einstiegsseite bietet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage in einer eigenen Rubrik an (8). Neben vielen allgemeinen Informationen steht hier unter anderem auch eine Liste aller 59 Warencodes zur Verfügung, in die die verschiedenen Lebensmittel bundeseinheitlich eingeteilt wurden, um Untersuchungsergebnisse zu katalogisieren. Jeder Eintrag enthält umfangreiche Informationen zur Warenkunde, Untersuchungsverfahren, rechtlichen Grundlagen und weiterführenden Links, die für jeden Verbraucher interessant und aufschlussreich sind.

Wer sich generell über Lebensmittel und Lebensmitteltechnologie informieren will, für den ist die von einer Privatperson betriebene Seite lebensmittelwissen.de (9) sicher auch eine gute Anlaufstelle. Seit kurzem betreiben die Bundesländer zusammen mit dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) das Portal lebensmittelwarnung.de, auf dem tagesaktuell über Hinweise der zuständigen Behörden zu Rückrufaktionen von Herstellern informiert wird (10). Und auch die Europäische Kommission stellt auf einer eigenen Seite vielfältige Informationen zum Thema Nahrungsmittel zur Verfügung, allerdings nur teilweise in deutscher Sprache (11).

Wer auf der Suche nach Analysenmethoden zum weiten Feld der Lebensmittelanalytik ist, wird an verschiedenen Stellen fündig, wobei die Informationen teilweise kostenpflichtig sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (12) stellt auf seiner Homepage diverse Methoden für fettarme Lebensmittel und Trinkwasser zur Verfügung (auf der Seite ganz unten). Die Seite ist etwas missverständlich aufgebaut, da die dort anfangs zitierte LFBG-Sammlung (LFBG = Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch) eine kostenpflichtige Datenbank mit über 1.300 Methoden und Probenahmeverfahren ist (13). Die Suche nach Untersuchungsverfahren ist ohne Registrierung möglich, der Zugriff auf die vollständigen Methodenbeschreibungen ist kostenpflichtig. Eine kostenfreie Datenbank bietet der Verband der Hersteller kulinarischer Lebensmittel auf seiner Webseite an, die Methoden sind aber teilweise schon älter (14).

Weitere Quellen für Analysenmethoden sind die Webseiten der Hersteller und Händler entsprechender Analysengeräte für die Lebensmittelanalytik. Exemplarisch seien hier die Seiten von VWR mit einer Zusammenstellung der gängigen Verfahren (15) und passender Geräte sowie eine eigene Microsite zum Thema Lebensmittel von Metrohm mit zahlreichen Applikationen genannt (16).

Wer hier nicht fündig wird, dem bleiben dann als Quellen noch die kostenfreien Datenbanken TOXNET (17) oder diverse kostenpflichtige Datenbanken wie beispielsweise FSTA (Food Science Technology Abstracts) oder AGRICOLA, die auf der Homepage des Fachinformationszentrums Karlsruhe unter dem Stichwort "Food" zusammengestellt sind (18).

Zahlreiche weitere interessante und nützliche Links unter anderem auch eine Zusammenstellung von Fachbüchern, Zeitschriften und Organisationen findet man in der Rubrik "Lebensmittelanalytik" auf ANALYTIK NEWS (19).

Fazit:

Die aufgelisteten Seiten sind nur einige Beispiele für die Fülle an Informationen, die man zum Thema Lebensmittel und Lebensmittelanalytik im Internet findet. Wie immer sollte man auf die Aktualität der Daten achten und auch immer sicherstellen, dass es sich um eine vertrauenswürdige Quelle handelt.

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