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Webseite des Monats

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)


Nachdem in den vergangenen Ausgaben einige Behörden, Organisationen und Verbände an dieser Stelle vorgestellt wurden, wollen wir uns heute mit der Webseite der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (kurz BAM) beschäftigen, die ebenfalls sehr umfangreich ist. Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und hat als Arbeitsschwerpunkte unter anderem die Analytische Chemie, den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern sowie die sichere und umweltverträgliche Verwendung von Materialien. Die Anfänge der BAM reichen bis ins Jahr 1871 zurück. Einer der ersten Leiter war Adolf Martens (1850-1914), der Begründer der wissenschaftlichen Metallprüfung und der Gefügemikroskopie in Deutschland. Heute hat die BAM knapp 1800 Mitarbeiter und einen Etat von mehr als 100 Millionen Euro im Jahr.

Die Homepage präsentiert sich in einem sehr puristischen und sehr textorientierten Layout. Sie ist rein auf die Vermittlung von Informationen ausgelegt und setzt Abbildungen und Farben nur sehr dezent ein .

Die Navigation innerhalb der Seiten erfolgt über die Navigationsleiste im linken Bildschirmbereich sowie über einige weitere Links, die oben rechts zu finden sind. Dort findet man neben dem Kontaktformular eine Sitemap, die Volltextsuche, einen RSS-Feed mit aktuellen Neuigkeiten und eine Umschaltmöglichkeit auf die englischsprachige Version der Webseite. Als Volltextsuche wird die von Google bereitgestellte "benutzerdefinierte Suche" eingesetzt, die für nicht-kommerzielle Einrichtungen kostenlos ohne Werbeeinblendungen genutzt werden kann. Alle Befehle, die man von einer Suche auf der Google-Homepage kennt, können hier auch angewendet werden, was die Nutzung erleichtert.

Am rechten Bildschirmrand auf der Startseite verdient die Liste unter "Themen und Websites" noch besondere Aufmerksamkeit. Die BAM bietet eine Reihe von Datenbanken an, die teilweise kostenfrei genutzt werden können. So zum Beispiel die Datenbank EPTIS für Ringversuche, die Datenbank COMAR für Referenzmaterialien oder die Datenbank PUBLICA für alle Veröffentlichungen und Vorträge der BAM. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Themenseiten wie beispielsweise zur Nanotechnologie oder zu nanoskaligen Referenzmaterialien, um nur zwei zu nennen. Teilweise sind die Informationen und Datenbanken allerdings nur in englischer Sprache verfügbar, aber damit muss man auch bei vielen anderen Webseiten heutzutage leider leben. Eine vollständige Übersicht über alle Themenseiten und Datenbanken steht unter "Fachthemen, Portale" in der Hauptnavigation zur Verfügung.

Wenden wir uns nun noch einigen weiteren interessante Inhalten zu. Wer sich über die Organisationsstruktur der BAM informieren möchte, der findet unter "Kompetenzen - Fachabteilungen" eine Liste der insgesamt neun Kompetenzbereiche, die alle eigene Seiten mit Informationen zu ihren Aufgaben und den untergeordneten Fachgruppen samt vollständiger Kontaktdaten der Ansprechpartner bieten.

Unter "Kompetenzen - Referenzverfahren" stehen zahlreiche Referenzverfahren im PDF-Format zur Verfügung, die als prüftechnische Normale dienen können. "Prüfung und Kalibrierung von Gassensoren", "Bestimmung von Chlorpestiziden mittels GC/MS" oder "Bestimmung von Element- und Elementspurengehalten mittels der massenspektrometrischen Isotopenverdünnungsanalyse" sind nur drei Beispiele.

Unter dem Menüpunkt "Service" stehen ebenfalls viele nützliche Inhalte zur Verfügung. Der Link "Publikationen" bietet den direkten Zugang zu der oben erwähnten Datenbank "PUBLICA", dem Archiv des Amts- und Mitteilungsblatts der BAM oder einer Übersicht von Forschungsberichten und sogar Dissertationen im Volltext, die von Mitarbeitern in den letzten Jahren angefertigt wurden. Darüber hinaus steht hier auch ein Archiv des BAM-Newsletters zur Verfügung, der sechsmal pro Jahr über aktuelle Neuigkeiten informiert und kostenlos abonniert werden kann. Sogar informative Videos beispielsweise zu Themen wie "Zerstörungsfreie Charakterisierung neuer Werkstoffe", "Sicherheit von Gefahrgutverpackungen" oder "Pyrotechnik" kann man sich hier ansehen. Sie sind jeweils zwischen 10 und 20 Minuten lang, können aber nicht auf die gesamte Bildschirmfläche vergrößert werden. Eine umfangreiche Linkliste unter anderem zu allen Materialprüfungsanstalten in Deutschland rundet diese informative Rubrik ab.

Abschließend sei noch auf den Navigationspunkt "Aktuell" mit Pressenachrichten, einem Veranstaltungskalender sowie aktuellen Stellenangeboten hingewiesen.


Fazit:

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung präsentiert auf ihrer Homepage vielfältige Informationen für Fachkreise und interessierte Bürger zu ihrem umfangreichen Aufgabenspektrum. Neben zahlreichen PDF-Dokumenten stehen auch eine Reihe von Datenbanken zur Verfügung, deren Nutzung zumeist kostenlos möglich ist. Fast alle Inhalte sind in deutscher Sprache verfügbar.

Das Layout ist relativ einfach gehalten und die Navigation übersichtlich. Um zur Startseite zurückzukommen, genügt ein Klick auf das BAM-Logo. Das wissen zwar viele Nutzer, aber längst nicht alle. Eine Sitemap und eine google-basierte Volltextsuche helfen bei der schnellen Recherche nach spezielleren Inhalten. Darüber hinaus steht eine eigene Datenbank zur Recherche nach Veröffentlichungen der BAM zur Verfügung.

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