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Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)


Seit Ende März 2011 präsentiert sich das Bundesinstitut für Risikobewertung - kurz BfR - mit einem komplett überarbeiteten Internetauftritt. Gegründet wurde das BfR am 1. November 2002 als Anstalt des Öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer bei allen Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. An 3 Standorten in Berlin arbeiten insgesamt 750 Mitarbeiter, davon knapp 300 Naturwissenschaftler. Zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben erhielt das BfR im Jahr 2010 Mittel in Höhe von 61,6 Millionen Euro.

Für eine Behördenseite präsentiert sich die neue Homepage überraschend modern und übersichtlich. Am oberen Bildschirmrand stehen neben einer komfortablen Volltextsuche auch eine Sitemap sowie ein A-Z-Index zum Einstieg in das umfangreiche Informationsangebot zur Verfügung. Der Link "erweiterte Suche" führt zu einer Maske mit diversen Optionen, beispielsweise eine zeitlichen Begrenzung oder eine Begrenzung der Suche auf bestimmte Themen oder Publikationsarten. Dies ist beim Umfang der Seiten sicher sehr nützlich, um punktgenau suchen zu können.

Außerdem kann am oberen Bildschirmrand die Schriftgröße per Mausklick verstellt oder zur englischsprachigen Seite gewechselt werden. Die Seite ist natürlich barrierefrei und damit auch für Sehbehinderte nutzbar, so wie es die gesetzlichen Regelungen für Bundeseinrichtungen vorschreiben. Und die Icons zum Weiterempfehlen interessanter Inhalte in sozialen Medien wie Twitter und Facebook dürfen natürlich auch nicht fehlen.

"Das Internet hat insbesondere für die Risikokommunikation des BfR eine große Bedeutung. Aktuelle Arbeitsergebnisse veröffentlicht das BfR hauptsächlich auf seiner Website. Deshalb ist es für uns ein wichtiges Anliegen, unser Internet-Angebot ständig weiterzuentwickeln." betont der Präsident des BfR, Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel.

Auf der Startseite findet man beispielsweise ganz aktuelle Informationen zu den vor wenigen Tagen erstmals aufgetretenen EHAC-Infektionen (entero-hämorrhagischen E. coli) und wie man sich davor schützen kann. Die Texte sind so geschrieben, dass sie jedem interessierten Verbraucher nützliche Tipps geben und sich nicht in Fachchinesisch verlieren. Weitere aktuelle Themen sind beispielsweise "Formetanat-Rückstände in Salatgurken" oder Tipps zum "Umgang mit Kochlöffeln und Geschirr aus Melaminharz". Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang der kostenlose E-Mail-Newsletter, der alle oder nur Nachrichten zu bestimmten Themen bequem tagesaktuell nach Hause liefert. Dazu ist eine Registrierung mit Name, Mailadresse und Passwort erforderlich.

Wenden wir uns nun noch einigen ausgewählten Inhalten der Webseite zu, eine vollständige Beschreibung ist wegen der großen Fülle in diesem Rahmen nicht möglich.

Auf der Startseite informiert das BfR unter dem Link "Forschung" über seine umfangreichen Aufgaben. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung von Analysenmethoden für Schadstoffe in Lebens- und Futtermitteln sowie Bedarfsgegenständen, die dann normiert und standardisiert werden (z.B. bei DIN und CEN). Aufgabe der nationalen Referenzlaboratorien im BfR ist es, Nachweismethoden bereitzustellen, zu validieren und Ringversuche zur Qualitätssicherung durchzuführen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Werfen wir nun noch einen Blick auf die vier Hauptrubriken "Das Institut", "Lebensmittelsicherheit", "Produktsicherheit" und "Chemikaliensicherheit". Wer in 250 Sekunden wissen will, was genau die Aufgaben des BfR sind und wie es arbeitet, der sollte sich das informative Video ansehen, das man rechts unten findet. Wer es detaillierter wissen möchte, der findet in der Rubrik "Das Institut" umfassende Informationen, unter anderem auch den aktuellen 32-seitigen Leitfaden für gesundheitliche Bewertungen im Verbraucherschutz, der die Grundlage für alle BfR-Bewertungen von möglichen gesundheitlichen Risiken durch Lebensmittel, chemische Stoffe und Verbraucherprodukte darstellt.

Zu den drei Themenschwerpunkten Lebensmittelsicherheit, Produktsicherheit und Chemikaliensicherheit gibt es eigene Rubriken mit vielfältigen Inhalten, beispielsweise zu mikrobiellen Risiken, der Nanotechnologie oder REACH. Wer will, kann hier stundenlang interessante Beiträge lesen und sich fundierte Informationen beschaffen.

Abschließend soll ein Hinweis auf die Rubrik "Publikationen" nicht fehlen. Hier findet man nicht nur Broschüren und Merkblätter, sondern sogar Tagungs- und Seminarbände, die zumeist kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr bezogen werden können.

Fazit:

Die neue Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung bietet umfangreiche, gut strukturierte Informationen in einem modernen und ansprechenden Layout. Hier findet jeder - ob Verbraucher oder Fachkreise - tagesaktuelle Informationen zu allen Themen rund um die Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit.

In den nächsten Monaten soll die neue Homepage kontinuierlich weiterentwickelt und mit zusätzlichen Inhalten und Funktionalitäten ausgestattet werden. Dabei geht es insbesondere um spezifische Angebote unter anderem für die Bereiche Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Verbände, Institutionen, Medien und die Verbraucher.

Es war ein weiter Weg von den anfänglich sehr bürokratischen und spartanischen Webauftritten von deutschen Behörden in den 90-iger Jahren bis heute, aber so stellt man sich eine Behördenseite vor!

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