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Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)


In unserer Artikelserie wollen wir uns in dieser Ausgabe der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung - kurz BAM - mit Sitz in Berlin widmen. Die BAM ist eine technisch-wissenschaftliche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit einem Jahresetat von mehr als 100 Millionen Euro und über 1.600 Mitarbeitern, die in 9 Fachabteilungen organisiert sind. Im Zuge einiger Veränderungen in der Organisationsstruktur zum 1.1.2006 wurde gleichzeitig auch der Internetauftritt erneuert. Als wesentlichste Neuerung wurde er barrierefrei gestaltet, damit auch sehbehinderte Menschen einen möglichst vollständigen Zugang zu allen Informationen erhalten, so wie es die gesetzlichen Regelungen für Bundeseinrichtungen vorschreiben. Leider sind heute sicher weit über 90 Prozent aller Internetseiten noch nicht barrierefrei gestaltet und damit für sehbehinderte Menschen weitgehend nicht nutzbar.

Die Barrierefreiheit hat zur Folge, dass die Seiten schlichter, aber auch einfach zu navigieren sind, da sich in diesem Falle aufwändige Java-Navigationen verbieten. Auf der Startseite der BAM-Homepage hat man so einen direkten Zugang zu allen Unterseiten, die in fünf Blöcke ("Kompetenzen", "Fachthemen", "Service", "Aktuell" und "Über uns") gegliedert sind. Im rechten, oberen Seitenbereich findet man auf allen Unterseiten der Homepage eine komfortable Volltextsuche, eine Sitemap und eine Möglichkeit, zum englischsprachigen Internetauftritt zu wechseln.

Aus der großen Zahl an interessanten Inhalten und Datenbanken können wir im folgenden nur einige Highlights ansprechen. Allen Lesern sei empfohlen, sich die für sie interessanten Bereiche selbst einmal genauer anzusehen. Es lohnt sich!

In der Rubrik "Kompetenzen" werden die oben angesprochenen neun Fachabteilungen mit Ihren Aufgaben näher vorgestellt. Im einzelnen sind dies "Analytische Chemie, Referenzmaterialien", "Chemische Sicherheitstechnik", "Gefahrgutumschließungen", "Material und Umwelt", "Werkstofftechnik", "Materialschutz und Oberflächentechnik", "Bauwerkssicherheit", "Zerstörungsfreie Prüfung" sowie "Akkreditierung, Qualität im Prüfwesen". Die einzelnen Arbeitsgebiete, Kompetenzen und die untergeordneten Fachabteilungen werden ausführlich vorgestellt, inklusive aller Ansprechpartner.

Besonders erwähnenswert in der Rubrik "Fachthemen" sind die beiden Unterseiten "Referenzmaterialien" und "Referenzverfahren". Die BAM produziert und vertreibt Referenzmaterialen (Katalog und Preisliste sind als PDF-Datei verfügbar) und bietet mit der Datenbank "COMAR" (comar.bam.de) eine umfangreiche Recherchemöglichkeit nach den weltweit verfügbaren Referenzmaterialien von 200 Produzenten aus 27 Ländern. Der Zugang ist nach vorheriger Registrierung kostenlos möglich. Unter "Referenzverfahren" hat man Zugang zu einem umfangreichen Katalog der von der BAM bereitgestellten Referenzverfahren. Die Bestimmung von Chlorpestiziden mittels GC/MS oder die Molmassenbestimmung von Polymeren mittels Laser-Lichtstreuung sind nur zwei von insgesamt über 60 Verfahren, die als PDF-Datei zur Verfügung stehen.

Im Bereich "Service" wollen wir uns die drei Links "Ringversuche", "Datenbanken" und "Linkliste" näher anschauen. Die BAM veranstaltet selbst Ringversuche und stellt dazu umfangreiche Hilfen und Checklisten zur Verfügung. Weiterhin steht für Laboratorien und Akkreditierstellen das englischsprachige Ringversuchs-Informationssystem "EPTIS" (www.eptis.bam.de) zur Verfügung, das detaillierte Informationen über einen Großteil der in Europa angebotenen Ringversuchsprogramme enthält. Unter "Datenbanken" stehen neben der bereits erwähnten noch weitere umfangreiche Datenquellen beispielsweise zu den Themen Sicherheit und Tribologie zur Verfügung, die allerdings teilweise kostenpflichtig sind. Und in der "Linkliste" werden zahlreiche Verweise zu weiteren nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, Regierungsstellen, Behörden und Universitätsinstituten angeboten.

Unter "Aktuell" finden Interessenten aktuelle Pressemeldungen, Veranstaltungshinweise, Stellenangebote, Ausschreibungen und weitere Publikationen und Forschungsberichte.

Und wer sich umfassend über die Arbeit, die Strukturen und die Geschichte der BAM informieren möchte, die übrigens bis ins Jahr 1870 zurückreicht, dem sei ein Blick in die Rubrik "Über uns" empfohlen.

Fazit:

Die der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat einen sehr umfangreichen und informativen Internetauftritt. Einige Highlights der Seite sind die zahlreichen Referenzverfahren sowie die kostenlosen Datenbanken "COMAR" und "EPTIS" für Referenzmaterialien bzw. Ringversuche, viele weitere werden Interessenten auf der Homepage finden.

Der Internetauftritt der BAM ist barrierefrei, wie es für Homepages von Bundeseinrichtung gesetzlich vorgeschrieben ist. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem sei beispielsweise die Seite www.einfach-fuer-alle.de der Deutschen Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V. empfohlen. Ein barrierefreier Internetauftritt führt unter anderem auch dazu, dass die Navigation wie im vorliegenden Fall sehr übersichtlich ist und dass die Seiten von Google & Co besser indexiert werden. Damit sind sie auch besser über Suchmaschinen recherchierbar als die meisten heutigen Internetseiten.

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