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Webseite des Monats

Carl Roth GmbH & Co.


In dieser LABO-Ausgabe wollen wir Ihnen die Homepage der Firma Carl Roth GmbH & Co. als Internet-Seite des Monats vorstellen. Die Seite ist seit Sommer 1999 unter der Adresse http://www.carl-roth.de zugänglich und bietet einen umfassenden Überblick über die von Carl Roth lieferbaren Produkte wie Chemikalien, Reagenzien, Laborbedarfsartikel und Laborgeräte.

Das Webangebot richtet sich an Laboratorien in Hochschulen und in der Industrie und soll primär als neuer Vertriebskanal sowie zur Vereinfachung und Beschleunigung der Auftragsabwicklung dienen.

Die Seite ist relativ einfach gehalten und gliedert sich in die Bereiche "Über uns", "Katalog", "Oligo", "Kontakt" und "Aktuelles".

Unter "Über uns" erfährt man ein paar Details zur Firmengeschichte, so zum Beispiel, dass das Unternehmen bereits im Jahre 1879 gegründet wurde. Außerdem wird die Firmenphilosophie kurz beschrieben.

Hinter des Menüpunkt "Oligo" verbirgt sich ein Bestellformular, mit dem man Oligonukleotide bestellen kann, die von Carl Roth direkt hergestellt werden. Preisangaben findet man nicht, lediglich die Telefonnummer eines Ansprechpartners für weitere Rückfragen.

Der Klick auf "Kontakt" führt zur Firmenanschrift sowie einer Mailadresse für Anfragen an das Unternehmen. Weitergehende Informationen wie beispielsweise Ansprechpartner für bestimmte Fragestellungen oder ein Bestellformular für Prospekt- und Katalogmaterial sind nicht vorhanden.

Unter "Aktuelles" findet man aktuelle Sonderangebote in Form von PDF-Dokumenten, die direkt und ohne Vorwarnung geladen werden. Wer keinen Acrobat Reader installiert hat, sollte einfach dem Link zu Adobe folgen und den kostenlosen Acrobat Reader herunterladen, ansonsten hat man keinen Zugriff auf diesen Teil der Homepage. Auf der Eingangsseite findet man Hyperlinks zu weiteren PDF-Dokumenten. Aktuell findet man zum Beispiel in der April-Ausgabe Angebote zu den Bereichen "Laborbedarf", "Lifescience", "Chemikalien" und "Preishammer". Es handelt sich hier um ein eingescanntes Werbeprospekt mit Sonderangeboten. Die einzelnen Dokumente umfassen bis zu 8 Seiten und sind teilweise über 1 MByte groß. Nutzer, die eine langsamere Internet-Verbindung haben, sollten etwas Geduld mitbringen, denn man muss ein paar Minuten warten bis das komplette Dokument geladen ist. Hier wäre eine HTML-Version zwar teurer in der Realisierung aber um einiges schneller.

Das Herzstück der Homepage ist der Katalog mit Online-Bestellsystem. Im oberen Bereich findet man auf allen Folgeseiten eine Suchfunktion, mit der schnell nach einem Produkt-Namen oder einer Bestell-Nummer gesucht werden kann, sofern man sie kennt. Außerdem hat man hier Zugriff auf den Warenkorb und eine Infoseite, auf der man alles Wissenswerte zur Abwicklung von Online-Bestellungen nachlesen kann. Der Katalog, der von der Hoppenstedt Bonnier Information GmbH realisiert wurde, gliedert sich in die Bereiche "Laborbedarf", "Laborgeräte", "Sicherheit, Arbeits- und Umweltschutz", "Chemikalien von A bis Z", "Chemikalien nach Themengruppen" und "Life Science". Nach der Auswahl eines Bereiches kann man sich nun in einem hierarchischen Index bewegen. Unter "Laborgeräte" kommt man auf der nächsten Ebene beispielsweise zu "Laborgeschirr", "Filtration", "Kühlen" usw. So kann man sich dann schließlich bis zum gewünschten Produkt durchklicken und dieses per Mausklick ganz einfach in den Warenkorb übertragen. Das ganze wird durch Abbildungen der Produkte in rechten Bildschirmteil unterstützt. Über die Pfeiltasten kann man sich jeweils eine Ebene nach oben bzw. unten bewegen. Alternativ kann man über die Suchmaske das gewünschte Produkt schneller finden.

Zur Aufgabe der Bestellung muss man dann nur noch die Lieferanschrift und die Kundennummer in einem Formular eintragen. Das System berücksichtigt gegebenenfalls Mengenrabatte, Sonderpreise und individuelle Preisvereinbarungen nach Aufgabe der Bestellung, so dass der angezeigte Preis teilweise nicht mit dem letztlich zu zahlenden Preis übereinstimmen muss. Der ganze Vorgang ist sehr leicht durchzuführen und man kann den Warenkorb jederzeit einsehen. Das Bestellsystem kommt ohne Cookies aus, allerdings werden die Daten vor der Übermittlung an Carl Roth nicht verschlüsselt.

Zu allen lieferbaren Chemikalien bietet das Unternehmen direkt die Sicherheitsdatenblätter zum kostenlosen Download im PDF-Format an, ein Service, den man inzwischen bei immer mehr Chemikalienanbietern findet (Bei Sigma Aldrich http://www.sigma-aldrich.com kann man beispielsweise auf über 90.000 Sicherheitsdatenblätter zugreifen).

Außerdem findet man auch zu anderen Produkten sinnvolle Hilfestellungen durch Klick auf den Link "Allgemeine Informationen" wie zum Beispiel zur Beständigkeit von Gummihandschuhen gegen verschiedene Chemikalien. Diese Informationen liegen wiederum im PDF-Format vor und können somit leicht ausgedruckt oder lokal abgespeichert werden.

Fazit:

Auf der Homepage von Carl Roth kann man sich umfassend über die Produktpalette des Unternehmens informieren. Der Online-Katalog mit Bestellfunktion ist gut gemacht und kann sicher anderen als Vorbild dienen, die ebenfalls die Realisierung einer E-Commerce-Lösung planen. Hervorzuheben sind weiterhin die Sicherheitsdatenblätter und die allgemeinen Informationen zum Umgang mit bestimmten Produkten, die man auf Knopfdruck im PDF-Format erhält. Der Bereich "Aktuelles" ist wegen der Größe der PDF-Files nicht optimal gelöst.

Das Layout ist einfach gehalten und funktionell und liegt damit voll im Trend. Mit unterschiedlichen Browsern und Bildschirmauflösungen gibt es keinerlei Probleme. Ist JavaScript deaktiviert, kann man allerdings nicht navigieren und das Layout der Homepage gerät etwas durcheinander.

Die Seiten werden momentan einmal pro Quartal aktualisiert. Zukünftig plant das Unternehmen vorrangig die Erweiterung und technische Verbesserung der Seite "Aktuelles". Die Homepage wurde im März von 2.000 Interessenten besucht, Tendenz steigend. Die bisherige Resonanz auf den Webauftritt beurteilt man bei Carl Roth aber noch eher skeptisch, insbesondere stehen die Kosten zur Pflege der Seiten noch in keiner Relation zu den online erzielten Umsätzen. Dieses Problem haben aber die meisten Shop-Betreiber im Internet, es handelt sich aber sicher um eine Investition für die Zukunft. Oft liegt es ganz einfach daran, dass die Strukturen bei potentiellen Kunden eine Online-Bestellung noch gar nicht zulassen, dies wird sich aber sicher schon in wenigen Jahren ändern. Gegenüber dem dicken gedruckten Katalog kann man die gewünschten Produkte online sicher viel schneller finden, außerdem ist eine Aktualisierung einfacher und kostengünstiger möglich.

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