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   Kurze Einführung zum Thema Thermoanalytik


Die Thermoanalytik gibt wichtige Informationen über die thermische Stabilität von Materialien, aber auch deren Reinheit und thermische Umsetzungen von Reaktionsgemischen. Man unterscheidet:

  • Thermogravimetrie (TG)
    Die Thermogravimetrie ist ein analytisches Verfahren, bei dem die Veränderung der Masse einer Probe in Abhängigkeit von der Temperatur und der Zeit gemessen wird. Sie gehört damit zur Thermoanalytik.

    Der zu untersuchende Stoff wird in einem temperaturstabilen Gefäß in einem Ofen auf bis zu 2400°C erhitzt und mit einer angeschlossenen Mikrowaage ständig gewogen. Durch Verdampfen, Oxidation, Reduktion oder Zersetzung verändert sich die Masse. Man kann so auf den Ausgangsstoff rückschließen.

  • Differential-Thermoanalyse (DTA)
    Differenzthermoanalyse, Messung einer Temperaturdifferenz zweier Substanzen (Probesubstanz und Referenzsubstanz) beim Durchlaufen eines Temperaturprogramms mit linearer Temperaturerhöhung bzw. -erniedrigung und definierter Heizrate ΔT/Δt. Die Temperaturdifferenz wird mit Thermoelementen erfasst. (Messung der "Thermospannung")
  • Differential Scanning Calorimetry (DSC) / Dynamische Differenzkalorimetrie (DDK)
    Messung der Schmelz- oder Glasübergangstemperatur. Die Probe und eine Referenz werden so erwärmt, dass beide stets die gleiche Temperatur aufweisen.Dabei wird die abgegebene oder aufgenommene Wärmemenge der Probe und ihrer Referenz verglichen. Aus den zugeführten Wärmen ΔQ kann bei bekanntem Wärmeinhalt der Referenz auch Wärmeinhalt, Enthalpie und Wärmekapazität der Probe berechnet werden.
  • Thermomechanische Analyse (TMA)
    Der Begriff Thermomechanische Analyse dient als Oberbegriff für temperaturabhängige Messungen von Dimensionsänderungen. Sie beschreibt die Verformung einer Probe unter mechanischer Beanspruchung in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit.
  • Dynamisch Mechanische Analyse (DMA)
    Die Probe wird in Abhängigkeit von der Temperatur einer oszillierenden mechanischen Beanspruchung ausgesetzt und so die viskoelastischen Eigenschaften der Probe bestimmt.
  • Simultane Thermische Analyse (STA)
    Kombination von Thermogravimetrie (TG) und Dynamischer Differenzkalorimetrie (DSC)

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