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   Kurze Einführung in das Thema Mahlen


Eine Mühle ist ein Gerät zur Zerkleinerung unterschiedlichen Materials. Eingesetzt werden Mühlen in den verschiedensten Bereichen (Getreidemühle, Gesteinsmühle, Kohlenmühle, u.v.a.), aber auch in analytischen Labors. Voraussetzung für manche Analyseverfahren ist es, das Probenmaterial auf eine definierte Feinheit zu zerkleinern und möglichst gut zu homogenisieren. In Labors findet man diverse Arten von Mühlen, unter anderem:

  • Kugelmühlen: Sie bestehen aus einer rotierenden Trommel, in der sich Kugeln aus Stahl, Stein, Porzellan oder Keramik befinden. Das Mahlgut wird durch die Stöße dieser Mahlkörper zerkleinert.
    Eine Sonderform ist die Planetenkugelmühle. Das Arbeitsprinzip beruht auf der Überlagerung zweier Rotationsbewegungen. Genau wie ein Planetensystem rotiert der Mahlbecher auf einer Kreisbahn um den Achsmittelpunkt. Zu dieser Kreisbahnrotation kommt dann die Eigenrotation des Mahlbechers. Hauptanwendungsgebiete sind die Homogenisierung, Probenvorbereitung und das Mahlen kleiner Chargen im Feinst- und Ultrafeinstkornbereich.
  • Mörsermühlen oder Reibemühlen: Hier wird eine angeraute Schale in Rotation versetzt. Das Pistill dreht sich asymmetrisch mit, so dass das Probenmaterial verrieben und durchmischt wird.
  • Rotormühlen: Die Zermahlung erfolgt bei dieser Mühlenform durch einen Rotor, der das Mahlgut durch Schlag-, Scher- und Prallkräfte zerkleinert. Das eingesetzte Ringsieb bestimmt durch seine Lochweite die Endfeinheit des Probenmaterials.
  • Scheiben-Schwingmühlen: In einem Mahlbecher befinden sich eine Mahlscheibe und ein Mahlring, die durch die Schwingungsbewegung das Mahlgut mit Druck, Stoß und Reibung zerkleinern und homogenisieren.
  • Welche Mühle wann und wo eingesetzt wird, hängt von den physikalischen Eigenschaften und der Korngröße des Ausgangsmaterials, sowie von der gewünschten Endfeinheit ab.

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