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   Erklärung des Begriffs "Kalibrierung"

Unter Kalibrierung versteht man den Vergleich von Messungen eines Prüfmittels mit den Werten eines genaueren Normals nach einem dokumentierten Verfahren mit dem Ziel, Abweichungen zu erkennen und aufzuzeichnen. Dabei kann zusätzlich die Einhaltung vorgegebener Toleranzen überprüft und gegebenenfalls ein Abgleich durchgeführt werden.

Vorgehensweise bei einer Kalibrierung:

  • die Definition des Messprozesses
    - Umgebungsbedingungen
    - erforderliche Normale
    - Vorgehensweise
  • Erstellung eines mathematischen Modells zur Auswertung der Kalibrierung unter Berücksichtigung aller Einflüsse
    - eine Unsicherheitsanalyse mit Hilfe des mathematischen Modells
    - Angabe eines vollständigen Ergebnisses, also Abweichung und Kalibrierunsicherheit
    - Erstellung eines Protokolls, auch Kalibrierschein oder Kalibrierzertifikat genannt

Kalibrierung wird häufig verwechselt und ist nicht gleichbedeutend mit Eichung, Konformitätsaussage, Spezifikationsprüfung, Abgleich, Justierung oder Zertifizierung.

Abgrenzung gegen andere Begriffe

  • Eine Eichung ist die Bestätigung der Konformität eines dem Gesetz nach eichpflichtigen Messgerätes mit einer gesetzlichen nationalen Vorschrift.
  • Eine Konformitätsaussage oder Spezifikationsprüfung kann im Anschluss an eine Kalibrierung erfolgen, ist aber nicht zwingender Bestandteil.
  • Ein Abgleich oder eine Justierung kann im Anschluss an eine Kalibrierung und eine Konformitätsprüfung erfolgen, ist aber nicht zwingender Bestandteil. Nach jeder Justierung muss eine erneute Kalibrierung stattfinden, weil durch die Änderung am Messgerät eine vorher durchgeführte Kalibrierung bedeutungslos wird.
  • Eine Zertifizierung ist die Bestätigung einer unabhängigen Zertifizierungsstelle, dass eine Sache alle Anforderungen einer Anforderungsliste erfüllt.

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