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   Erklärung des Begriffs "Gelpermeationschromatographie"

GPC = Gelpermeationschromatographie (engl. Gel Permeation Chromatography), auch SEC = Größenausschlusschromatographie (engl. Size Exclusion Chromatography)

Die GPC/SEC hat eine gewisse Ähnlichkeit zur HPLC, d.h. man pumpt einen Eluenten durch eine Säule und trennt Substanzen. Aber im Unterschied zur HPLC erfolgen keine Wechselwirkungen mit der stationären Phase in der Säule, sondern es handelt sich um eine Art "Filtration" nach Molekülgröße. Die Analyten erreichen den Detektor zeitverzögert, je nach Molekülgröße, und zwar desto früher, je größer die Moleküle sind.

Während bei der HPLC die Substanzen in die Poren hinein diffundieren, werden sie bei der GPC/SEC "ausgeschlossen", d.h. Substanzen gewisser Größe kommen in die Poren gar nicht hinein und laufen einfach schnell durch die Säule hindurch, kleinere kommen in manche Poren und brauchen länger für ihre Wanderung zum Detektor. Die mobile Phase dient in der GPC/SEC als Transportmittel.

Das Kennzeichen des Größenausschlusses ist die Elution vor der Totzeit. Während bei der HPLC die Analyten in alle Poren hinein und wieder heraus müssen und die Retentionszeit größer als die Totzeit sein muss, eluieren die Substanzen in der GPC/SEC vor der Totzeit, da sie ja gar nicht in alle Poren hinein kommen. Man könnte sagen "wo die GPC/SEC aufhört, fängt die HPLC erst an".

Als Säulenmaterial werden Partikel organischer Polymere mit unterschiedlichen Porengrößen verwendet.

Mittels GPC/SEC kann man Molmassenbestimmungen durchführen, was z.B. in der Polymerchemie häufig benötigt wird.

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