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Thema: Re: Re: Glykole in (Ab)wasser, Analytik und Probenvorbereitung

Autor(in): T. Sobisch am 01. März 2004 um 10:32:20

Antwort auf: Re: Glykole in (Ab)wasser, Analytik und Probenvorbereitung eingetragen von Sabine am 23. Februar 2004 um 08:59:53

sollte es sich nicht, wie in der vorherigen Antwort behandelt um Glykole und Glykolether mit niedriger Molmasse handeln, sondern um nichtionische Tenside und Polyethylenglykole, stößt die GC schnell an ihre Grenzen und eine Derivatisierung wird erforderlich.
Insbesondere für die Anreicherung der nichtionischen Tenside ist die Festphasenextraktion gut geeignet. Tip - bei Abwässern mit größerem Feststoffanteil (z.B. Schlamm) läßt sich die Sorption der zu bestimmenden Komponenten durch den Zusatz von Polyphosphat unterdrücken.
Eine geeignete Methode zur Bestimmung der eluierten Glykole und Glykolether ohne Derivatisierung ist die isokratische HPLC am kritischen Punkt (die Polarität des Lösungsmittelgemisches ist so einzustellen, daß die Auftrennung unabhängig von der Anzahl der Glykoleinheiten erfolgt).
Ein kleiner Blick in die umfassende Literatur zu diesem Thema (insbesondere Tensidanalytik) ist dringend anzuraten!
Es wäre nett, wenn Sie die von Ihnen praktizierte Lösung als Feedback mit dem Analytikform teilen würden.

Mit freundlichen Grüßen
T. Sobisch
http://www.AppliedColloidsSurfactants.info
http://www.lum-gmbh.com




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