14.03.2019

Wasser 3.0

Vergleichende dynamische Bildanalyse mittels FlowCam® zur Bestimmung der Anzahl entstehender Partikel während des Wasserkochens in Kunststoff- und Glaswasserkochern

Michael Toni Sturm, Dr. Katrin Schuhen Kontakt, Wasser 3.0

Sven Kluczka, Anasysta e.K.



In vielen Alltagsprodukten, die Kunststoffe enthalten, werden durch mechanische, thermische oder sonstige Einflüsse kleinste Kunststoff-Partikel generiert und gelangen auf verschiedenen Transportwegen in die Umwelt. Diese Partikel haben nicht nur eine lange Lebensdauer, sondern können im Ökosystem nur sehr langsam abgebaut werden. Schädigungen von Mensch und Tier sind möglich, wenn Partikel beispielsweise über die Nahrung aufgenommen werden. Anhand von Wasseruntersuchungen vor und nach dem Aufkochen in Kunststoff-basierten Wasserkochern im Vergleich zu einem Glaswasserkocher wurden die Anzahl entstehender Partikel bestimmt. Die Ergebnisse werden in diesem Paper diskutiert.

Viele Alltagsgegenstände bestehen teilweise komplett oder in Teilen aus Kunststoffen. Während der private und gewerbliche Endverbrauch von Kunststoffen als "reines" Kunststoffprodukt (z.B. Verpackung) oder als Teilkomponente eines Systems (z.B. Automobil) 2015 in Deutschland noch ca. 12,06 Mio. t betrug, stieg der Wert 2017 bereits auf ca. 14,3 Mio. t Weltweit sind ähnliche Anstiege in Produktion und Verarbeitung von Kunststoffen zu verzeichnen.

Der am häufigsten hergestellte und verarbeitete Kunststoff ist, neben Polypropylen, Polyethylen, das beispielsweise in Plastiktüten oder Mülltonnen steckt. Kunststoffe entstehen durch spezielle chemische Verfahren. Einer der wichtigsten Rohstoffe ist dabei das Erdöl. Je nach Zutaten und Begleitumständen dieser chemischen Verfahren kann der Kunststoff am Ende verschiedene Eigenschaften haben, die von elastisch, hitzebeständig bis hin zu bruchfest reichen. Seit dem Start der Massenproduktion von Plastik in den 1950ern ist es kaum noch aus dem Alltag wegzudenken.

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