10.01.2019

Access to Medicine Foundation

Entwicklung von Arzneimittel für die Ärmsten

Access to Medicine Foundation



Die Entwicklung neuer medizinischer Produkte, die für die Menschen in Entwicklungsländern höchste Priorität haben, konzentriert sich auf nur fünf Pharmaunternehmen und fünf Krankheiten. Das zeigt der Access to Medicine Index 2018, ein unabhängiges Ranking der 20 führenden Pharmaunternehmen. Er untersucht deren Bemühungen, den Zugang zu Medikamenten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verbessern.

GlaxoSmithKline steht nach wie vor an der Spitze des Index. Takeda steigt 2018 besonders steil um 10 Plätze auf Rang fünf. Novartis wird Zweiter vor Johnson & Johnson und der Merck KGaA. Das sind die Marktführer 2018. Diese vier Unternehmen machen, zusammen mit Sanofi (Rang 6), 39 Prozent der hochpriorisierten Forschung und Entwicklung aus.

"Die Tatsache, dass eine Handvoll Unternehmen den Großteil hochpriorisierter Forschung und Entwicklung trägt, zeigt, wie fragil die Situation ist. Ein Rückzug von nur einem dieser Unternehmen hätte erhebliche Auswirkungen", sagte Jayasree K. Iyer, Geschäftsführerin der Access to Medicine Foundation. "Wenn sich mehr Unternehmen dieser Gruppe anschließen, würde das zu wesentlicher Entspannung führen."

Der Index zeigt, dass sich das Engagement der Industrie auf nur fünf Krankheiten konzentriert. Die Hälfte aller Aktivitäten zielt auf die Bekämpfung von Malaria, HIV/AIDS, Tuberkulose, der Chagas-Krankheit und Leishmaniose ab. Diese fünf Krankheiten stehen im Fokus globaler Gesundheitsinitiativen und haben internationale Geldgeber hinter sich. Jedoch haben die WHO und andere Organisationen insgesamt 45 Krankheiten identifiziert, die hohe Priorität für Forschung und Entwicklung haben.

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